Di Gregorio erneut ein Problem: Juventus braucht dringend einen neuen Torhüter
Unsicherer Auftritt gegen Inter in Perth weckt alte Geister. Spalletti und die Vereinsführung unter Druck, vor dem Start der Serie A einen Stammtorhüter zu verpflichten.
Unsicherer Auftritt gegen Inter in Perth weckt alte Geister. Spalletti und die Vereinsführung unter Druck, vor dem Start der Serie A einen Stammtorhüter zu verpflichten.
Inter besiegte am Freitag, den 8. August 2026, im australischen Perth Juventus im Freundschaftsspiel des Derby d'Italia mit 2:1. Doch mehr als das Ergebnis selbst bereitet dem Turiner Klub die Leistung von Torhüter Michele Di Gregorio Sorgen, dessen Fehler die Dringlichkeit, einen neuen Schlussmann zu verpflichten, weiter verstärkt haben.
Bis zu diesem Spiel wirkte Juventus' Vorbereitung in defensiver Hinsicht ermutigend. Die Mannschaft von Luciano Spalletti kassierte in den ersten vier Testspielen kein einziges Tor: Basel und Juventus trennten sich 0:0, Standard Lüttich wurde mit 0:1 besiegt, Nizza unterlag 2:0, und Chelsea wurde mit 0:1 geschlagen. Di Gregorio und Mattia Perin wechselten sich im Tor ab, unterstützt von einer stabilen Abwehr, die den Gegnern wenig Chancen bot.
Doch gegen Inter änderte sich alles. Beim ersten Tor, das Federico Dimarco erzielte, reagierte Di Gregorio vielleicht einen Wimpernschlag zu spät, doch die größere Verantwortung liegt bei den Spielern, die dem Gegner erlaubten, ungehindert aus der Strafraumgrenze zu schießen. Beim zweiten Treffer, erzielt von Diouf, war die Schuld des Torhüters offensichtlich: Der Rettungsversuch war ungeschickt und unsicher, und der Ball landete im Netz. Diese Leistung rief sofort Erinnerungen an die zahlreichen Unsicherheiten wach, die der 27-Jährige (geboren 1997) in der vergangenen Saison gezeigt hatte, wie in den Spielen im San Siro gegen Inter und im Allianz gegen Como.
Bis zum Ende der Transferperiode sind es noch drei Wochen, und Juventus verlässt sich derzeit auf Di Gregorio, Perin und Pinsoglio. Das Problem ist, dass die Verträge der beiden Ersatztorhüter in einem Jahr auslaufen, während Di Gregorio, dessen Vertrag bis 2029 läuft, weder Spalletti noch den Klub überzeugt hat. Die Situation wird zusätzlich dadurch verkompliziert, dass der Spieler innerhalb der Mannschaft fast isoliert ist, insbesondere nach dem sensationellen Fall mit seinem Agenten im Juli.
Die Hauptziele wie Alisson und Dibu Martinez sind bereits unerreichbar, und andere Optionen wie Vicario wirken nicht vollständig überzeugend. Die letzte Idee ist, Suzuki auf Leihbasis von Paris Saint-Germain zu holen, unter der Bedingung, dass der französische Klub den japanischen Torhüter von Parma kauft. Doch stellt sich die Frage, ob ein Klub vom Rang Juventus' eine Siegermannschaft mit einem Leih-Torhüter aufbauen möchte, insbesondere nach den Problemen auf dieser Position in der vergangenen Saison.
In den kommenden Stunden wird klarer sein, welche Lösungen die Vorstandsmitglieder Carnevali, Massara und Ottolini finden können. Zu Beginn der Transferperiode war die Notwendigkeit eines neuen Torhüters dringend, fast eine außergewöhnliche Situation. Jetzt ist sie zu einer absoluten Notwendigkeit geworden.