Die Fußballer von Dinamo spielen heute Abend um 20 Uhr im Stadion Maksimir das erste Spiel der 3. Qualifikationsrunde zur Champions League gegen den litauischen Meister FK Kauno Žalgiris. Die Übertragung läuft live auf MaxSport 1, und Tickets sind weiterhin über die offizielle Vereinswebsite erhältlich.
Stojković kehrt zurück, Beljo unantastbar
Trainer Mario Kovačević hat vor der Aufstellung der Startelf nur wenige kleinere Zweifel. Im Tor steht weiterhin Ivan Filipović, während die Abwehr vor ihm aus Moris Valinčić, Sergi Domínguez, Scott McKenna und Matteo Pérez Vinlöf bestehen dürfte, der sich in den letzten beiden Einsätzen als gefährliche Offensivoption auf der linken Seite etabliert hat.
Die größte Nachricht für die Fans ist die Rückkehr von Luka Stojković in die Startelf nach abgesessener Sperre. Er wird im Mittelfeld neben Josip Mišić und Miha Zajc spielen, wobei bei letzterem ein kleines Fragezeichen wegen einer Sehnenverletzung besteht. Falls Zajc nicht bereit ist, wird Lukas Kačavenda einspringen.
Im Sturmzentrum ist Dion Drena Beljo unantastbar, in den drei Saisonspielen hat er drei Tore erzielt. Auf den Flügelpositionen hat Mislav Oršić einen leichten Vorteil gegenüber Arbër Hoxha, während auf der rechten Seite Mateo Lisica und Fran Topić sich die Spielzeit teilen dürften, wobei Topić erneut als Energielieferant von der Bank kommen könnte.
Litauischer Nachkomme eines Basketball-Riesen
Obwohl das Wappen mit dem Ball in der Mitte und den orangefarbenen Motiven sofort an die berühmte Basketball-Vergangenheit des Klubs aus Kaunas erinnert, der insgesamt 64 Pokale gewann und Legenden wie Arvydas Sabonis hervorbrachte, existiert die Fußballabteilung erst seit 22 Jahren. In ihrer Vitrine stehen zwei Trophäen: der litauische Meistertitel aus der letzten Saison und der diesjährige Supercup.
Der Unterschied im Mannschaftswert ist erheblich. Laut Transfermarkt wird Dinamos Truppe auf 65,6 Millionen Euro geschätzt, während Kauno Žalgiris 9,35 Millionen Euro wert ist, was die Blauen auf dem Papier siebenmal "schwerer" macht.
Sopić wartet noch immer auf einen Sieg gegen Dinamo
Eine besondere Note verleiht dem Duell der Gasttrainer, Željko Sopić. Der ehemalige Dinamo-Trainer, der als Interimstrainer im September 2016 in der Champions League gegen Juventus auf der Maksimir-Bank saß (0:4-Niederlage), hat in seiner Karriere 11 Spiele gegen die Blauen geleitet. Seine Bilanz: fünf Unentschieden und sechs Niederlagen, auf einen Sieg wartet er noch immer.
Sopić hat mit Gorica in nur sechs Monaten dreimal gegen Dinamo unentschieden gespielt, während die anderen beiden Remis auf der Bank von Rijeka gelangen. Heute Abend wird es sein zweites europäisches Spiel auf dem Maksimir-Rasen sein.
Gefahr der Unterschätzung
Obwohl Dinamo klarer Favorit ist, ist man im Klub sich bewusst, dass man sich keinen trägen Start wie in den ersten drei Saisonspielen leisten darf. Gegen Thun musste man sich für das Gesamtweiterkommen quälen, und gegen Slaven Belupo übernahm man erst nach anfänglicher Trägheit die Kontrolle.
Die Geschichte spricht allerdings für Dinamo. Litauische Klubs haben ihnen in diesem Jahrhundert in Qualifikationsspielen keine Probleme bereitet, Ekranas verlor vor 20 Jahren mit insgesamt 9:3, und Žalgiris aus Vilnius vor 12 Jahren mit zwei glatten 2:0-Siegen. Heute Abend wird eine Fortsetzung dieser positiven Serie erwartet.