Gabrijel Hobolja, Schüler der achten Klasse der Grundschule Kloštar Podravski, hat sich seinen langjährigen Wunsch erfüllt und Papst Leo XIV. im Vatikan getroffen. Dieser vielseitige Junge, der aktiv im Kinderchor der Pfarrei St. Benedikt und der Schmerzensmutter ist und seit Jahren Flöte spielt, teilte sein bewegendes Erlebnis in einem Zeugnis, das am Mittwoch, dem 12. August 2026, in der Podravski list veröffentlicht wurde.
Audienz in der Basilika St. Peter
Aufgrund der großen Hitze fand die Generalaudienz mit dem Papst nicht auf dem Petersplatz statt, sondern in der Basilika selbst. Gabrijel betont besonders die Barrierefreiheit des Vatikans für Menschen mit Behinderungen. "Der Zugang für Menschen mit Behinderungen wie mich ist im gesamten Vatikan auf einem ganz anderen Niveau als in jedem anderen Land, das ich bisher besucht habe. Jeder Eingang, jede Stufe und jedes Hindernis ist auf die Schwächsten abgestimmt", schrieb er.
"Mich erfüllte der Friede des Heiligen Geistes"
Den Einzug des Papstes in die Basilika beschreibt er als einen unglaublichen Moment, der ihn mit vollkommener innerer Ruhe erfüllte. Die ersten Reihen waren für Kinder und Menschen mit besonderen Bedürfnissen reserviert, direkt vor dem Altar. Nach einer kurzen Predigt und dem Gebet des Vaterunser auf Latein begann der Papst, die Anwesenden in den ersten Reihen zu segnen.
"Er kam mir jede Sekunde näher, und Anspannung, Aufregung, Glück und Freude wuchsen in mir immer mehr", erinnert sich Gabrijel. Der entscheidende Moment kam, als der Papst ihm in die Augen sah. "In dem Moment, als ich begriff, dass er mir in die Augen geschaut hatte, als ich seine Hand ergriff und küsste, gab sich mein Körper völlig Gott hin, ich sah nur noch ihn, ich war mir nichts mehr bewusst, was um mich herum geschah. Mich erfüllte der Friede des Heiligen Geistes."
Sprachlos vor Aufregung
Papst Leo XIV. segnete Gabrijel und seine Familie und fragte sie, woher sie kämen. Vor lauter Aufregung konnte der Junge kein Wort herausbringen. "Mein Körper konnte nicht antworten, also antworteten meine Eltern für mich, ich war buchstäblich 'sprachlos'", gibt er zu. Die gesamte Begegnung dauerte weniger als zwei Minuten, aber die Emotionen, die folgten, waren unermesslich stark. Nach dem Segen erhielt die Familie geweihte Rosenkränze, und Menschen aus aller Welt winkten ihnen zu, als sie die Basilika verließen.
"Der beste Moment in meinem Leben"
"Da 'explodierten' die Emotionen. Freude, Glück, Segen, Liebe und noch viele andere Gefühle trafen uns alle, jeden auf eine andere Weise", schreibt Gabrijel. Sein Lächeln, das im Moment der Begegnung mit dem Papst erschien, wich nicht mehr aus seinem Gesicht. Beim Verlassen wurde ihnen klar, dass Tausende von Menschen auf dem Petersplatz die Audienz live auf großen Bildschirmen verfolgt hatten.
"Sie alle sahen, wie mir Papst Leo XIV., der Nachfolger des heiligen Petrus, den Segen erteilte. Der beste Moment in meinem Leben! Ich habe bekommen, was nur wenige erreichen: den päpstlichen Segen. Gott sei Dank für alles!", schloss Gabrijel sein Zeugnis. Die Fotos von diesem besonderen Ereignis stellte die Fotografin Kristina Maslać zur Verfügung.