Die Tourismusgemeinschaft der Stadt Zadar hat detaillierte Daten zum Tourismusaufkommen für Juli 2026 veröffentlicht, und die Zahlen offenbaren einen interessanten Trend: Die Saison wurde neben dem traditionell starken Anteil ausländischer Gäste maßgeblich von einheimischen Gästen "gerettet". Laut dem System eVisitor wurden im Gebiet der Tourismusgemeinschaft der Stadt Zadar 121.541 Ankünfte verzeichnet, was einem Rückgang von 0,57 Prozent gegenüber dem Vorjahresjuli entspricht. Die Zahl der Übernachtungen stieg jedoch um 1,61 Prozent auf 576.482.
Starkes Wachstum bei einheimischen, leichter Rückgang bei ausländischen Gästen
Der Haupttreiber des positiven Trends bei den Übernachtungen waren gerade die einheimischen Touristen. Ihre Ankünfte stiegen um 6,26 Prozent, die Übernachtungen um 6,35 Prozent. Auf der anderen Seite verzeichneten ausländische Gäste einen Rückgang von 1,22 Prozent bei den Ankünften und 1,05 Prozent bei den Übernachtungen. In der Gesamtstruktur dominieren Ausländer mit einem Anteil von 90,63 Prozent, während einheimische Touristen 9,37 Prozent ausmachen. Die meisten Gäste, nämlich 86,34 Prozent, reisten individuell an, während 13,66 Prozent über Agenturen kamen; die durchschnittliche Aufenthaltsdauer betrug 4,74 Tage.
Deutsche, Polen und Kroaten führen bei den Übernachtungen
Betrachtet man die Struktur der Übernachtungen nach Märkten, liegen Gäste aus Deutschland mit einem Anteil von 13 Prozent an der Spitze. Es folgen Polen (12 Prozent) und Kroatien (11 Prozent), dann Slowenien (7 Prozent) und Österreich (6 Prozent). Je fünf Prozent der Übernachtungen entfielen auf Touristen aus der Slowakei und Ungarn, je vier Prozent auf Tschechien, die Ukraine und das Vereinigte Königreich. Was die Unterkünfte betrifft, entfiel der größte Anteil der Übernachtungen, nämlich 53,68 Prozent, auf Privatunterkünfte. Hotels folgen mit 22,97 Prozent an zweiter Stelle, während sonstige Gastgewerbebetriebe (9,17 Prozent), nichtkommerzielle Unterkünfte (7,68 Prozent) und Campingplätze (6,50 Prozent) das Angebot abrunden.
Online-Reputation: Zadar teilt sich mit Rovinj hohe Zufriedenheit
Neben den statistischen Daten wurde auch eine Analyse der Online-Reputation veröffentlicht, die das Unternehmen IQM Destination für die Tourismusgemeinschaft der Stadt Zadar durchgeführt hat. Die Analyse basiert auf 12.951 Online-Bewertungen, die Besucher auf mehr als 150 Plattformen hinterlassen haben, darunter Google Maps, Booking.com, Expedia und TripAdvisor. Die Gesamtzufriedenheit mit Zadar liegt im Juli bei hohen 89 von 100 Punkten. Im Vergleich mit anderen Städten belegt Zadar den zweiten Platz bei der Anzahl der gesammelten Bewertungen und teilt sich mit Rovinj denselben Index der Gesamtzufriedenheit, obwohl die Gesamtzahl der Bewertungen im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozent gesunken ist.
Gastronomie und Attraktionen glänzen, private Unterkünfte im Rückgang
Die Gäste sind besonders zufrieden mit dem Service (84/100) und der Qualität des Essens (82/100); beide Segmente verzeichnen einen Anstieg von drei bzw. zwei Prozent. Restaurants wurden mit 92/100 bewertet, und Reisebüros sowie lokale Attraktionen erhielten die höchste Bewertung von 94/100. Die Strände wurden mit 87/100 bewertet, mit einem Anstieg von einem Prozent. Hotels halten eine Bewertung von 86/100 und zeichnen sich durch Kommunikation aus, indem sie auf 50 Prozent der eingegangenen Online-Bewertungen antworten. Auf der anderen Seite verzeichnen private Unterkünfte einen Rückgang der Qualität um fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr, mit einer Bewertung von 83/100, und die Anzahl der Bewertungen für diesen Unterkunftstyp ist um 25 Prozent geringer. Ein ähnlicher Trend ist bei den Marinas zu beobachten, die mit 86/100 bewertet wurden, mit einer um sechs Prozent niedrigeren Qualitätsbewertung und 28 Prozent weniger Bewertungen.
Öffentliche Infrastruktur hält Schritt, Cafés im Minus
Trotz der höchsten saisonalen Belastung behielt die öffentliche Infrastruktur ihre Bewertung von 81/100 bei einem leichten Anstieg der Zufriedenheit. Dieselbe Bewertung von 81/100 erhalten auch die Cafés, aber sie verzeichneten einen Rückgang der Online-Bewertungen um drei Prozent. Die Tourismusgemeinschaft weist darauf hin, dass auf Ebene des gesamten Reiseziels nur auf 19 Prozent der Online-Bewertungen geantwortet wird, was auf großen Raum für eine aktivere Kommunikation mit den Gästen hinweist, insbesondere im Hinblick auf das Beantworten von Lob und das Bearbeiten eventueller Beschwerden.