Der ehemalige Juventus-Spieler Douglas Costa enthüllte in einem Interview mit Tuttosport, das von Goal.com zitiert wird, wie Cristiano Ronaldo hinter den Kulissen des Turiner Klubs wirklich war. Er beschrieb ihn als Spieler, der auf dem Platz eine unerbittliche 'Maschine' war und außerhalb eine fröhliche Person, die gerne Scherze machte.
Garantie für Tore und leichte Zusammenarbeit
Costa (33) betonte, dass Ronaldo jahrelang eine Garantie für Treffer war. "Seit fast 15 Jahren war er eine Garantie für die Tore, die er erzielte. Er war so ein pflegeleichter Spieler: Er scherzte viel, wenn die Zeit dafür war, aber auf dem Platz war er eine Maschine. Ich bin so glücklich, dass ich die Gelegenheit hatte, mit ihm zu spielen. Es war definitiv ein großes Glück", sagte der Brasilianer zu Tuttosport.
Wie Costa zu Juventus landete und nicht zu Inter
Costa beschrieb auch die Umstände seines Transfers von Bayern zu Juventus im Jahr 2017. Die ersten Kontakte gab es bereits 2016, direkt nach dem Champions-League-Spiel zwischen Juventus und Bayern. "Es war eine schnelle Einigung, aber sie fand einige Zeit zuvor statt. Agnelli und Paratici sprachen mich direkt nach dem Champions-League-Spiel 2016 zwischen Juve und Bayern an. Dann ging ich mit Alex Sandro nach Australien zu einem Freundschaftsspiel gegen Brasilien. Er hörte, dass Inter mich nach Italien holen wollte, und ich wusste, dass sie interessiert waren. Also fragte mich Alex Sandro: 'Würdest du zu Juve kommen?'"
Costa erklärte, dass er keine Zweifel hatte, zumal ihm der damalige Bayern-Trainer Carlo Ancelotti klar zu verstehen gab, dass er weniger spielen würde. "Ich habe nie gezweifelt, vor allem weil ich bei Ancelotti in Bayern weniger gespielt hätte; der Trainer hat mir das klar gesagt. Dann rief mich Paratici an und alles ging sehr schnell, aber wenn Juve ruft, kann man nicht ablehnen", fügte er hinzu.
Allegris Lektion und die Liebe zu Italien
Die Anpassung an den italienischen Fußball war nicht sofort. Costa verriet, dass er zunächst auf der Bank saß und dann von Trainer Massimiliano Allegri eingewechselt wurde, als er die Serie A verstanden hatte. "Zunächst saß ich ein wenig auf der Bank, dann setzte er mich ein, als ich den italienischen Fußball verstanden hatte. Ich habe mich zurechtgefunden und mich in Italien verliebt, und meine Teamkollegen waren eine große Unterstützung. Allegri ließ mich wissen, dass ich zum Spielen immer auf der Höhe sein muss, nie abschalten darf; er war sehr wertvoll bei der Veränderung meiner Mentalität", erzählte er.
Ronaldos Gegenwart und Zukunft
Während Costa heute für Al-Ittifaq in den VAE spielt, schießt Ronaldo weiterhin Tore für das saudische Al-Nassr. Allerdings stellen sich Fragen zu seiner Rolle in der portugiesischen Nationalmannschaft. Bei der Weltmeisterschaft 2026 erzielte er nur drei Tore, und Portugal schied bereits im Achtelfinale aus. Kritiker meinen, dass er sich mit der Bank abfinden muss, denn unter dem neuen Nationaltrainer Jorge Jesus beginnt eine neue Ära.