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Drohne explodiert nahe Atomkraftwerk Saporischschja, ein Toter

Bei einem Angriff auf eine Bushaltestelle in der Nähe des größten europäischen Atomkraftwerks kam eine Person ums Leben, 15 wurden verletzt. Die IAEA warnt vor großer Gefahr für die nukleare Sicherheit.

Foto: Wikipedia (Zaporižja)
Kurz gesagt
  • Eine Drohne explodierte an einer Bushaltestelle in der Nähe des Atomkraftwerks Saporischschja, wobei eine Person getötet und 15 verletzt wurden.
  • Alle Opfer waren Mitarbeiter des Kraftwerks oder über Subunternehmer beschäftigte Arbeiter.
  • Die IAEA warnt, dass Angriffe auf Atomkraftwerke eine große Gefahr für die nukleare Sicherheit darstellen.
  • Das Kraftwerk steht seit März 2022 unter russischer Besatzung, alle sechs Reaktoren sind abgeschaltet.

Nach Angaben der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) aus Wien, die am Dienstag, dem 18. August 2026, veröffentlicht wurden, kam bei einem Angriff mit einer unbemannten Drohne in der Nähe des unter russischer Kontrolle stehenden Atomkraftwerks Saporischschja eine Person ums Leben, 15 weitere wurden verletzt.

Laut der Mitteilung der UN-Atomaufsicht handelte es sich bei allen Opfern um Mitarbeiter des Kraftwerks oder um über Subunternehmer beschäftigte Arbeiter. Drei der Verletzten erlitten schwere Verletzungen.

Drohne explodierte an Bushaltestelle

Die Drohne explodierte am frühen Morgen an einer Bushaltestelle, die von Mitarbeitern auf dem Weg zum Kraftwerk genutzt wird. Die IAEA betont, dass die Sicherheit der Atomanlage bei diesem Vorfall nicht gefährdet war.

Der Direktor des Atomkraftwerks beschrieb den Vorfall als "den schlimmsten, mit dem das Kraftwerk konfrontiert war", so die IAEA. Zuvor hatten die russischen Behörden, die das Gebiet verwalten, über den Angriff berichtet und die Ukraine dafür verantwortlich gemacht, während aus Kiew bislang keine offizielle Reaktion vorliegt.

Strafverfahren und weitere Angriffe

Die russischen Ermittler gaben bekannt, dass sie Strafverfahren wegen terroristischer Angriffe in den Gebieten Saporischschja und Moskau eingeleitet haben. Darüber hinaus erhielt die IAEA Informationen über weitere Angriffe in der Industriezone, die das Kraftwerk umgibt und sich in unmittelbarer Nähe der Frontlinie befindet.

Grossi fordert sofortige Einstellung der Angriffe

Der Generaldirektor der IAEA, Rafael Grossi, forderte ein sofortiges Ende der Angriffe auf Atomkraftwerke und deren Personal. "Angriffe wie diese stellen eine große Gefahr für die nukleare Sicherheit dar", erklärte er auf der Plattform X.

Im Kraftwerk ist ständig ein IAEA-Team präsent, dessen Aufgabe es ist, die Lage zu überwachen und dazu beizutragen, die Gefahr von Angriffen zu verringern, die eine nukleare Katastrophe auslösen könnten.

Kraftwerk seit 2022 besetzt

Russland besetzte das Atomkraftwerk Saporischschja und die nahe gelegene Stadt Enerhodar im März 2022, kurz nach Beginn der Invasion in die Ukraine im Februar desselben Jahres. Aus Sicherheitsgründen sind derzeit alle sechs Reaktoren des Kraftwerks abgeschaltet.

Häufige Fragen
Wie viele Menschen wurden bei dem Drohnenangriff nahe dem Atomkraftwerk Saporischschja getötet oder verletzt? +
Eine Person wurde getötet und 15 wurden verletzt, davon drei schwer.
Wer waren die Opfer des Angriffs? +
Alle Opfer waren Mitarbeiter des Kraftwerks oder über Subunternehmer beschäftigte Arbeiter.
War die nukleare Sicherheit gefährdet? +
Nach Angaben der IAEA war die nukleare Sicherheit des Kraftwerks nicht gefährdet.
Wer wird für den Angriff verantwortlich gemacht? +
Die russischen Besatzungsbehörden beschuldigten die Ukraine, während die ukrainische Seite nicht auf diese Vorwürfe reagierte.

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