Am Donnerstag, dem 7. August 2026, wurden zwei nicht identifizierte Drohnen über dem Militärstützpunkt der deutschen Streitkräfte, der Bundeswehr, in Mechernich im Westen Deutschlands gesichtet. Diese beunruhigende Beobachtung wurde von einem Sprecher des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr gegenüber der deutschen Zeitung Die Zeit bestätigt und erfolgt in einer Zeit erhöhter Wachsamkeit aufgrund ähnlicher Vorfälle in ganz Europa.
Die Drohnen wurden gegen 10:00 Uhr Ortszeit über dem Stützpunkt im Kreis Euskirchen in Nordrhein-Westfalen gesichtet. Die Militärpolizei übernahm zunächst die Ermittlungen, doch der Fall wurde bald an die örtliche Polizei in Euskirchen übergeben, wie aus Berichten hervorgeht.
Dieser Vorfall ereignete sich nur zwei Tage nach einer erheblich schwerwiegenderen Sicherheitsverletzung am Flughafen Leipzig/Halle am 5. August. Dort wurde nach Angaben der Behörden eine "modifizierte Drohne" mit einem Zünder und einer "unbekannten Substanz" neben einem ukrainischen Transportflugzeug der Firma Antonov Airlines gefunden, die den Flughafen seit Beginn der russischen Invasion in der Ukraine als Basis nutzt. Gleichzeitig kollidierte ein weiteres "nicht identifiziertes Flugobjekt" mit einem Frachtflugzeug des Logistikunternehmens DHL, verursachte geringen Schaden und zwang es zur Umleitung zum Flughafen Hamburg. In beiden Fällen gab es keine Verletzten.
Minister spricht von "hybridem Angriff"
Die Ernsthaftigkeit der Lage in Leipzig veranlasste eine dringende Sitzung des deutschen Nationalen Sicherheitsrates. Der deutsche Innenminister Alexander Dobrindt beschrieb den Vorfall als "sehr ernst" und schloss nicht aus, dass "ausländische Mächte" hinter der Operation stecken könnten. Er fügte hinzu, dass es sich auch um einen "hybriden Angriff" handeln könnte.
Obwohl in den Berichten über den Vorfall in Mechernich die Herkunft der Drohnen nicht explizit genannt wurde, schürt diese Serie von Ereignissen die bereits bestehende Sorge um potenzielle russische militärische Fähigkeiten in Europa weiter. Im Juni hatte der Chef des deutschen Heeres, Christian Freuding, gewarnt, dass Russland innerhalb von drei Jahren zu einem Angriff auf NATO-Länder bereit sein könnte.
Diese Vorfälle sind nicht isoliert. Verdächtige Drohnenflüge, von denen angenommen wird, dass sie mit Russland in Verbindung stehen, haben wiederholt den Flugbetrieb an Flughäfen gestört und zu Flugunterbrechungen in ganz Europa geführt. Die jüngsten Ereignisse in Deutschland, insbesondere das in Leipzig mit der modifizierten Drohne, deuten auf eine potenzielle Eskalation der Sicherheitsbedrohung hin, was für alle NATO-Mitglieder, einschließlich Kroatien, von großer Bedeutung ist.