Nachdem am frühen Morgen des 11. August 2026 erneut ein Brand im verlassenen Gebäude der ehemaligen Uljanik-Kaserne, bekannt als "Saura", ausgebrochen war, haben die Stadtbehörden von Pula ein dringendes Schreiben an das Ministerium für Raumordnung, Bauwesen und Staatseigentum, das Unternehmen Državne nekretnine und den Miteigentümer LNS International Limited gerichtet. Die Forderung ist klar: Das Objekt muss unverzüglich gesichert werden.
Aus der Stadt Pula wird betont, dass die jahrelange Vernachlässigung des Gebäudes nicht mehr nur ein ästhetisches Problem sei, sondern eine ernsthafte Bedrohung für die Sicherheit von Menschen und Eigentum darstelle. "Die Sicherheit der Bürger darf nicht Geisel des ungeklärten Status der Immobilie sein. Der zweite Brand ist eine ernste Warnung, und wir erwarten, dass die Verantwortlichen ihn genau so verstehen, als Aufruf zu sofortigem und konkretem Handeln", so die Botschaft aus der Stadtverwaltung.
Feuer im ersten Stock nach 35 Minuten unter Kontrolle
Die Meldung über den Brand im Gebäude auf dem Katastergrundstück zgr. 978/1 k. o. Pula ging um 5.45 Uhr ein. Vier Feuerwehrfahrzeuge rückten aus. Erste Informationen sprachen von neun Feuerwehrleuten im Einsatz, doch nach Angaben der öffentlichen Feuerwehr Pula waren insgesamt 14 Feuerwehrleute an der Brandbekämpfung beteiligt.
Ivica Rojnić, Kommandant der Feuerwehr Pula, erklärte gegenüber Istri24: "Gegen 6.20 Uhr morgens wurde der Brand lokalisiert und wird bald gelöscht sein." Dichter Rauch drang aus mehreren Teilen des Gebäudes, und die Flammen erfassten mindestens zwei Stockwerke, brachen durch Fenster und erzeugten eine große Rauchsäule, die sich über das weitere Stadtgebiet ausbreitete. Nach der Lokalisierung setzten die Feuerwehrleute die Nachlöscharbeiten fort und sicherten die Brandstelle.
Gefährliche Nähe zu Wohn- und öffentlichen Gebäuden
Zusätzliche Besorgnis erregt der Standort der "Saura". In unmittelbarer Nähe befinden sich Gebäude, in denen die Staatsanwaltschaft der Gespanschaft und die Gemeindestaatsanwaltschaft, die Grundbuchabteilung des Gemeindegerichts in Pula sowie das Down-Syndrom-Zentrum Pula untergebracht sind, ebenso wie eine größere Anzahl von Wohngebäuden. Die Stadt warnt, dass jeder neue Vorfall weitaus ernstere Folgen haben könnte.
Forderung nach Schließung der Eingänge und ständiger Überwachung
Von den Eigentümern und Verwaltern des Gebäudes fordert die Stadt Pula, alle Eingänge, Fenster und andere Zugangspunkte sofort zu schließen und zu sichern, um unbefugten Personen den Zutritt zu verwehren. Gefordert werden außerdem die Einführung einer ständigen oder verstärkten Überwachung, die Entfernung leicht entzündlicher Materialien aus dem Inneren sowie die Überprüfung der Installationen.
Aus der Stadt wurde mitgeteilt, dass man bereit sei, den staatlichen Behörden, der Polizei, der Feuerwehr und den Inspektionen jede notwendige Zusammenarbeit zu bieten, um das Gebäude so schnell wie möglich zu sichern. Bisher gibt es keine Informationen über Verletzte oder die Brandursache.