Während die Sommerferien für die meisten Familien Entspannung bedeuten, stellen sie für Eltern von Kindern mit Entwicklungsstörungen oft eine Zeit ohne die dringend benötigte fachliche Unterstützung dar. Genau diese Lücke füllt in Dubrovnik seit zehn Jahren erfolgreich ein Sommercamp, das von der Stadt finanziert wird. Das Programm, das sich vor allem an Schüler der Grundschule Marina Držić mit besonderem Förderbedarf richtet, versammelt in diesem Jahr 30 Teilnehmer im Alter vom Kindergartenalter bis 21 Jahren.
Zehn Betreuer, fünf Gruppen und viele Aktivitäten
Die Camp-Leiterin Martina Sambrailo betont, dass in diesem Jahr insgesamt zehn Personen engagiert wurden. "Wir sind zehn, wir haben fünf Gruppen, fünf Gruppenleiter, fünf Assistenten, das sind meist junge Leute. Wir haben zwei Studenten der Psychologie und Pädagogik, was mich besonders freut, für sie ist es der erste Arbeitsplatz", sagte Sambrailo gegenüber HRT. Sie führen die Kinder auf Spaziergänge und zum Baden, und neben der Arbeitstherapie sind auch Kunst- und Musikworkshops organisiert.
Musik, die entspannt und verbindet
Eine besondere Rolle spielt der Musikworkshop, der von Luka Bokić geleitet wird. Viele Teilnehmer sind nonverbal, aber mit ihm, sagt er, singen alle. "Wir versuchen, diese vier Stunden so gut und unterhaltsam wie möglich zu gestalten, für sie so weit wir können. Wir versuchen es auf verschiedene Weise, jeden Tag versuchen wir zu spielen, das tut wirklich uns und ihnen gut, sie entspannen sich schön, beruhigen sich und haben Spaß", erzählte Bokić.
Unschätzbare Hilfe für berufstätige Eltern
Für die Familien der Teilnehmer ist das Camp viel mehr als nur Freizeitbeschäftigung. Mihaela Soko, eine berufstätige alleinerziehende Mutter von drei Kindern, verhehlt ihre Begeisterung über die Organisation nicht. "Ich bin begeistert, weil ich eine berufstätige alleinerziehende Mutter von drei Kindern bin. Das bedeutet mir unschätzbar viel, denn ab 7:30 Uhr morgens ist alles super organisiert, Herr Samir fährt die Kinder, gegen Mittag kommen sie zurück, ich bemühe mich, meine Arbeit zu erledigen", so Soko. Sie fügt hinzu, dass sie sich wünschen würde, dass das Camp länger als einen Monat dauert, aber sie ist auch für diesen Zeitraum dankbar, weil es ihr, wie sie sagt, "sehr viel bedeutet".
Geduld und Freude lernen
Die Zeit im Camp löst auf beiden Seiten starke Emotionen aus. Leiterin Sambrailo betont, wie viel alle Beteiligten von den Kindern bekommen. "Wir lernen von ihnen, wir lernen Geduld, wir lernen uns zu freuen, wir lernen Stärke", betonte sie. Das Programm findet an jedem Werktag statt und bietet eine sichere und fördernde Umgebung in einer Zeit, in der die Schultüren geschlossen sind.