Die Sommerbühne in Opatija war gestern Abend bis auf den letzten Platz gefüllt, und die Schlange für den Einlass erstreckte sich weit in den Park. Das Konzert "Tragom Olivera" (Auf Olivers Spuren), das dem großen kroatischen Musiker Oliver Dragojević gewidmet war, versammelte zweieinhalbtausend Menschen, die gekommen waren, um seinem unvergänglichen Erbe zu huldigen.
Ein Konzert, das seine Karriere durchzog
Eine halbe Stunde nach dem geplanten Beginn erklang der legendäre Song "Galeb i ja" (Die Möwe und ich) durch das Amphitheater. Als erster begrüßte Tedi Spalato das Publikum am Mikrofon, der die Ehre hatte, den Abend zu eröffnen.
"Wir werden gemeinsam singen, denn er hört alles und hat gesagt, freut euch und singt", so Spalato zu den Anwesenden. Das Programm zog sich durch Olivers gesamte Karriere, von den frühen Tagen bis zu den größten Hits, und das Publikum sang, tanzte und vergoss in manchen Momenten Tränen.
"Seine Lieder sterben nicht"
Nach Spalato betraten Goran Karan, Petar Dragojević und Zorica Kondža die Bühne, alle begleitet von Olivers langjähriger Band Dupini. Genau Karan sprach, als er die Band dem Publikum vorstellte, die Worte, die den Abend prägten.
"Diese Menschen hier sind mit ihm Millionen Kilometer und jedes Lied gegangen, von Anfang an bis zum scheinbaren Ende", sagte Karan. Dann fügte er hinzu: "Und das Ende ist nur scheinbar, denn er hat auf dieser Welt abgeschlossen, aber seine Lieder sind geblieben. Seine Lieder sterben nicht, das kann nur uns Sängern passieren."
Duette und Vermächtnis
Die Band Dupini, die fast 30 Jahre mit Oliver auftrat, spielte auch einige Lieder ohne Hauptgesang und bestätigte damit, warum sie entscheidend für die Qualität des Abends waren. Zorica Kondža erinnerte sich an ihre Zusammenarbeit mit dem großen Musiker. Sie betonte, dass sie die Ehre hatte, sogar drei Duette mit ihm aufzunehmen, und eines ihrer liebsten ist "Ti si moj san" (Du bist mein Traum), das sie gestern Abend zusammen mit Petar Dragojević vortrug.
Der jüngere Dragojević, dessen Stimme der von Oliver verblüffend ähnlich ist, trug mit beeindruckendem Gesang und Emotion Lieder wie "Kad mi dođeš ti" (Wenn du zu mir kommst), "Molitva za Magdalenu" (Gebet für Magdalena) und "Trag u beskraju" (Spur in der Unendlichkeit) vor.
Feuerwerk und Klassiker zum Abschluss
Der Abschluss des Konzerts war etwas unerwartet. In dem Moment, als sich alle vier Sänger auf der Bühne versammelten, um "Vela Luka" zu singen, erleuchtete ein Feuerwerk den Himmel über Opatija. Der Abend endete mit zeitlosen Klassikern, "Cesarica" und "Vjeruj u ljubav" (Glaube an die Liebe), die alle Anwesenden gemeinsam sangen.