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EU mobilisiert Copernicus-Satelliten zur Unterstützung Kolumbiens

Bei dem schweren Erdbeben der Stärke 7,4, das am Montag Westkolumbien erschütterte, kamen 111 Menschen ums Leben. Die Präsidentin der Europäischen Kommission erklärte, Europa sei bereit, zusätzliche Hilfe zu leisten.

Foto: Christian Lue na Unsplash
Kurz gesagt
  • Ein Erdbeben der Stärke 7,4 erschütterte Westkolumbien, tötete 111 Menschen und verletzte 87.
  • Der kolumbianische Präsident kündigte die Ausrufung des Notstands an; am schwersten betroffen sind die Kaffeeanbauregion und die Stadt Cali.
  • Die EU hat das Satellitensystem Copernicus aktiviert und signalisiert, bereit zu sein, zusätzliche Hilfe zu leisten.
  • Das Erdbeben war auch in den Nachbarländern Venezuela, Ecuador und Panama zu spüren.

Die Europäische Union hat ihr Satellitensystem Copernicus aktiviert, um Kolumbien bei den Rettungsmaßnahmen nach dem verheerenden Erdbeben zu unterstützen, das am Montag, dem 10. August 2026, den Westen des Landes erschütterte. Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, gab dies in den sozialen Medien bekannt und betonte die Solidarität Europas mit dem kolumbianischen Volk.

"Heute Abend ist das Herz Europas beim kolumbianischen Volk nach dem schrecklichen Erdbeben in der Region Chocó. Wir haben bereits Copernicus, unser Satellitensystem, mobilisiert, um die Rettungsmaßnahmen zu erleichtern. Und wir sind bereit, zusätzliche Hilfe zu leisten", schrieb von der Leyen in einem Beitrag auf der Plattform X und fügte auf Spanisch hinzu: "Estamos con ustedes" (Wir sind bei euch) mit den Flaggen der EU und Kolumbiens.

Opferzahl steigt, Präsident verhängt den Notstand

Nach den neuesten offiziellen Angaben kamen bei dem Erdbeben der Stärke 7,4 auf der Richterskala 111 Menschen ums Leben, 87 wurden verletzt. Der kolumbianische Präsident Abelardo De La Espriella kündigte an, im Laufe des Tages den Notstand auszurufen, angesichts der großen Zerstörungen, die das Erdbeben verursacht hat.

Am schwersten betroffen sind die Kaffeeanbauregion und Cali, die drittgrößte Stadt des Landes. Das Epizentrum des Bebens lag nach Angaben des US Geological Survey in einer Tiefe von 107 Kilometern in der Nähe der Stadt San José del Palmar in der dünn besiedelten Provinz Chocó an der kolumbianischen Pazifikküste.

Erdbeben auch in Nachbarländern spürbar

Die Erdstöße waren in ganz Kolumbien sowie in den Nachbarländern zu spüren. Bürger spürten das Beben in Venezuela, Ecuador und Panama, was die Stärke dieses seismischen Ereignisses verdeutlicht.

Die Europäische Union hat bisher das Satellitensystem Copernicus mobilisiert, dessen Daten zur Schadensbewertung und Koordinierung der Rettungsoperationen vor Ort genutzt werden. Laut von der Leyen ist Brüssel bereit, auf eventuelle weitere Hilfsersuchen der kolumbianischen Behörden zu reagieren.

Häufige Fragen
Wie viele Menschen wurden bei dem Erdbeben in Kolumbien getötet? +
Nach den neuesten offiziellen Angaben kamen 111 Menschen ums Leben, 87 wurden verletzt.
Wie hilft die Europäische Union Kolumbien nach dem Erdbeben? +
Die EU hat das Satellitensystem Copernicus mobilisiert, um bei den Rettungsmaßnahmen und der Schadensbewertung zu helfen, und ist bereit, zusätzliche Hilfe zu leisten.
Wo lag das Epizentrum des Erdbebens und welche Stärke hatte es? +
Das Erdbeben der Stärke 7,4 ereignete sich in einer Tiefe von 107 Kilometern in der Nähe der Stadt San José del Palmar in der Provinz Chocó an der Pazifikküste Kolumbiens.

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