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EU verbietet ab heute schädliche Chemikalien in Lebensmittelverpackungen

Die neue Verpackungsverordnung, die am 12. August in Kraft getreten ist, verbietet PFAS in Burgerboxen und Backpapier und zielt darauf ab, den Verpackungsmüll bis 2040 um 15 Prozent zu reduzieren.

Foto: Wikipedia (Pakiranje)
Kurz gesagt
  • Die neue EU-Verordnung vom 12. August 2026 verbietet schädliche PFAS-Chemikalien in Lebensmittelverpackungen wie Burgerboxen.
  • Die EU will den Verpackungsmüll bis 2040 um 15% (gegenüber 2018) reduzieren, mit Zwischenzielen von 5% bis 2030 und 10% bis 2035.
  • Laut Eurostat wurden 2023 in der EU 177,8 kg Verpackungsmüll pro Einwohner erzeugt.
  • Die Verordnung sieht außerdem ein zukünftiges Verbot von leichten Plastiktüten und bestimmten Einwegplastikverpackungen vor.

Seit Mittwoch, dem 12. August 2026, gelten in der gesamten Europäischen Union neue, strengere Regeln für Lebensmittelverpackungen. Die Verordnung verbietet die Verwendung sogenannter per- und polyfluorierter Alkylsubstanzen (PFAS) in Materialien, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, wie fettbeständige Burgerboxen oder Backpapier.

Diese Chemikalien, die im Verdacht stehen, gesundheitsschädlich zu sein, dürfen nicht mehr in neuen Verpackungen enthalten sein, die auf den Markt gebracht werden, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet. Bestehende Lagerbestände an bereits eingelagerten Verpackungen können weiterhin aufgebraucht werden.

Schrittweise Abfallreduzierung bis 2040

Die neue Verordnung bringt auch eine Reihe weiterer weitreichender Änderungen mit sich, auch wenn die meisten davon für Verbraucher nicht sofort sichtbar sein werden. Laut N1 werden die meisten Bestimmungen erst ab 2030 angewendet. Ein Hauptziel ist, dass alle Verpackungen in Zukunft recycelbar und möglichst klein sein sollen.

Das Problem des Verpackungsmülls in der EU ist erheblich. Laut Daten des Statistischen Amtes der Europäischen Union (Eurostat) wurden im Jahr 2023 ganze 177,8 Kilogramm Verpackungsmüll pro Einwohner erzeugt. Um dies zu ändern, wurden ehrgeizige Reduktionsziele im Vergleich zum Referenzjahr 2018 festgelegt: 5 Prozent bis 2030, 10 Prozent bis 2035 und mindestens 15 Prozent bis 2040.

Verbot von Einwegplastik

Die Verordnung sieht auch ein Verbot bestimmter Einwegplastikverpackungen vor, beispielsweise für unverarbeitetes frisches Obst und Gemüse. Sehr leichte Plastiktüten werden ebenfalls verboten, außer wenn sie aus hygienischen Gründen notwendig sind oder zum Verpacken loser Lebensmittel, um Lebensmittelabfälle zu vermeiden, wie Fenix berichtet.

Wie die Anadolu Agency berichtet, zielen die Maßnahmen auch darauf ab, den Binnenmarkt der EU für Verpackungen zu stärken und grenzüberschreitende Geschäfte durch gemeinsame Regeln zu erleichtern.

Häufige Fragen
Was sind PFAS und warum werden sie verboten? +
PFAS sind per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen, die zur Fettbeständigkeit verwendet werden und im Verdacht stehen, gesundheitsschädlich zu sein. Deshalb verbietet die neue EU-Verordnung sie in Lebensmittelverpackungen.
Wann werden alle Änderungen der neuen Verordnung sichtbar? +
Obwohl die Verordnung seit dem 12. August 2026 in Kraft ist, werden die meisten weitreichenden Änderungen, wie die verpflichtende Recyclingfähigkeit, für Verbraucher erst ab 2030 sichtbar.
Wie viel Verpackungsmüll produziert ein EU-Bürger pro Jahr? +
Laut Eurostat-Daten für 2023 erzeugte jeder EU-Bürger 177,8 Kilogramm Verpackungsmüll.
Was sind die EU-Ziele zur Reduzierung von Verpackungsmüll? +
Das Ziel ist, den Verpackungsmüll bis 2030 um 5 Prozent, bis 2035 um 10 Prozent und bis 2040 um mindestens 15 Prozent im Vergleich zu 2018 zu reduzieren.

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