Seit Mittwoch, dem 12. August 2026, gelten in der gesamten Europäischen Union neue, strengere Regeln für Lebensmittelverpackungen. Die Verordnung verbietet die Verwendung sogenannter per- und polyfluorierter Alkylsubstanzen (PFAS) in Materialien, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, wie fettbeständige Burgerboxen oder Backpapier.
Diese Chemikalien, die im Verdacht stehen, gesundheitsschädlich zu sein, dürfen nicht mehr in neuen Verpackungen enthalten sein, die auf den Markt gebracht werden, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet. Bestehende Lagerbestände an bereits eingelagerten Verpackungen können weiterhin aufgebraucht werden.
Schrittweise Abfallreduzierung bis 2040
Die neue Verordnung bringt auch eine Reihe weiterer weitreichender Änderungen mit sich, auch wenn die meisten davon für Verbraucher nicht sofort sichtbar sein werden. Laut N1 werden die meisten Bestimmungen erst ab 2030 angewendet. Ein Hauptziel ist, dass alle Verpackungen in Zukunft recycelbar und möglichst klein sein sollen.
Das Problem des Verpackungsmülls in der EU ist erheblich. Laut Daten des Statistischen Amtes der Europäischen Union (Eurostat) wurden im Jahr 2023 ganze 177,8 Kilogramm Verpackungsmüll pro Einwohner erzeugt. Um dies zu ändern, wurden ehrgeizige Reduktionsziele im Vergleich zum Referenzjahr 2018 festgelegt: 5 Prozent bis 2030, 10 Prozent bis 2035 und mindestens 15 Prozent bis 2040.
Verbot von Einwegplastik
Die Verordnung sieht auch ein Verbot bestimmter Einwegplastikverpackungen vor, beispielsweise für unverarbeitetes frisches Obst und Gemüse. Sehr leichte Plastiktüten werden ebenfalls verboten, außer wenn sie aus hygienischen Gründen notwendig sind oder zum Verpacken loser Lebensmittel, um Lebensmittelabfälle zu vermeiden, wie Fenix berichtet.
Wie die Anadolu Agency berichtet, zielen die Maßnahmen auch darauf ab, den Binnenmarkt der EU für Verpackungen zu stärken und grenzüberschreitende Geschäfte durch gemeinsame Regeln zu erleichtern.