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EU warnt: Europa ist nicht auf extreme Hitze vorbereitet, 16.000 zusätzliche Todesfälle in diesem Jahr

Der Ausschuss für Gesundheitssicherheit der Europäischen Union hat eine Stellungnahme angenommen, in der die Mitgliedstaaten zu systematischer Planung statt bloßer Reaktion im Krisenfall aufgefordert werden; die Empfehlungen werden sich auch auf Kroatien auswirken.

Foto: William Gevorg Urban na Pexels
Kurz gesagt
  • Europa verzeichnet mehr als 16.000 zusätzliche Todesfälle im Zusammenhang mit extremer Hitze in diesem Jahr.
  • Der EU-Ausschuss für Gesundheitssicherheit warnt, dass die öffentlichen Gesundheitssysteme nicht ausreichend auf Hitzewellen vorbereitet sind.
  • Die Empfehlungen umfassen bessere Koordination, Schulung von Gesundheitspersonal und Schutz gefährdeter Gruppen.
  • Die Europäische Kommission bereitet bis Ende 2026 einen integrierten Rahmen für Klimaresilienz vor.

Während in Europa in diesem Jahr mehr als 16.000 zusätzliche Todesfälle im Zusammenhang mit extremer Hitze verzeichnet wurden, fordert der EU-Ausschuss für Gesundheitssicherheit eine grundlegende Änderung der Strategie im Umgang mit Hitzewellen. Es ist klar, dass Europa, das sich schneller erwärmt als jeder andere Kontinent, nicht angemessen vorbereitet ist.

In der am 30. Juli 2026 angenommenen Stellungnahme, die von Euronews übermittelt und von DalmacijaDanas und N1 HR berichtet wird, heißt es, dass die öffentlichen Gesundheitssysteme in vielen Mitgliedstaaten weiterhin "unzureichend vorbereitet" sind, um mit langen Perioden extremer Hitze umzugehen. Der Ausschuss betont, dass die Bewältigung der wachsenden Bedrohung einen "sektorübergreifenden Ansatz erfordert, der die gesamte Regierung und die gesamte Gesellschaft einbezieht", kombiniert mit kurz-, mittel- und langfristigen Maßnahmen.

Die Folgen gehen weit über einen Hitzschlag hinaus

Die gesundheitlichen Folgen gehen weit über einen Hitzschlag hinaus. Lange Perioden hoher Temperaturen führen zu einer höheren Sterblichkeit, verschlimmern chronische Krankheiten und belasten die Gesundheitssysteme zusätzlich. Darüber hinaus wirken sie sich auf die Gesundheit von Flora und Fauna aus, was indirekt die menschliche Existenz und das psychische Wohlbefinden beeinträchtigt.

Extreme Hitze erhöht auch die Wahrscheinlichkeit von Waldbränden, was die öffentliche Gesundheit durch schlechtere Luftqualität, Schäden an kritischer Infrastruktur und Umweltschäden weiter beeinträchtigt. Die am stärksten gefährdeten Gruppen sind ältere Menschen, Kinder, Schwangere, Menschen mit chronischen Erkrankungen, Außenarbeiter und andere empfindliche Bevölkerungsgruppen.

Konkrete Empfehlungen für die Mitgliedstaaten

Der Ausschuss fordert die Mitgliedstaaten auf, die Koordination zwischen staatlichen Stellen und öffentlichen Einrichtungen zu verbessern und eine regelmäßige Aktualisierung der Aktionspläne für die Gesundheit während Hitzewellen sicherzustellen. Die Pläne sollten gemeinsam von Experten des öffentlichen Gesundheitswesens und des Katastrophenschutzes erstellt werden. Zudem wird eine verbesserte Informationsweitergabe über das EU-Frühwarn- und Reaktionssystem gefordert.

In der Stellungnahme wird die Notwendigkeit zusätzlicher Schulungen für Gesundheitspersonal betont, um hitzebedingte Erkrankungen besser erkennen und behandeln zu können. Empfohlen wird auch eine bessere öffentliche Kommunikation durch mehrsprachige Anleitungen für Touristen, Saisonarbeiter, Grenzgänger und Personen im Verkehr. Der Ausschuss fordert außerdem die Behebung von Datenlücken und die Stärkung des wissenschaftlichen Verständnisses der gesundheitlichen Auswirkungen von Hitzewellen durch das Europäische Klima- und Gesundheitsobservatorium.

Neuer Rahmen bis Ende des Jahres

Diese Empfehlungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Europäische Kommission den Europäischen Integrierten Rahmen für Klimaresilienz vorbereitet, der bis Ende 2026 vorgestellt werden soll. Es wird erwartet, dass dieser Rahmen die EU-Bereitschaft für Klimarisiken, einschließlich extremer Hitze, weiter stärken wird. Obwohl in den Quellen Kroatien nicht direkt erwähnt wird, werden sich die Empfehlungen des Ausschusses und der künftige Rahmen direkt auf kroatische Institutionen und das Gesundheitssystem als Teil der gemeinsamen europäischen Strategie auswirken.

Häufige Fragen
Wie viele zusätzliche Todesfälle stehen in diesem Jahr in Europa im Zusammenhang mit der Hitze? +
Nach Angaben des EU-Ausschusses für Gesundheitssicherheit verzeichnet Europa mehr als 16.000 zusätzliche Todesfälle im Zusammenhang mit extremer Hitze in diesem Jahr.
Was empfiehlt der EU-Ausschuss den Mitgliedstaaten konkret? +
Empfohlen werden eine bessere Koordination staatlicher Stellen, regelmäßige Aktualisierung der Aktionspläne für Hitzewellen, zusätzliche Schulungen für Gesundheitspersonal, mehrsprachige öffentliche Kommunikation für gefährdete Gruppen und die Behebung von Datenlücken.
Wann wird die Europäische Kommission den neuen Rahmen für Klimaresilienz vorstellen? +
Der Europäische Integrierte Rahmen für Klimaresilienz soll bis Ende 2026 vorgestellt werden.
Betreffen diese Empfehlungen auch Kroatien? +
Obwohl Kroatien in den Quellen nicht direkt erwähnt wird, werden sich die Empfehlungen des Ausschusses und der künftige europäische Rahmen für Klimaresilienz auch auf Kroatien als EU-Mitglied auswirken.

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