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FBI enthüllt Details zu Bedrohungen gegen Messi während der WM in den USA

Polizeiberichte zeigen das Ausmaß der Sicherheitsbedrohungen während der Weltmeisterschaft. Zielscheiben waren Messi, Ronaldo und Schiedsrichter, auch bei einem Spiel Kroatiens kam es zu einem Vorfall.

Foto: Wikipedia (Lionel Messi)
Kurz gesagt
  • Lionel Messi war Ziel der ernstesten Drohungen, darunter ein Hinweis auf einen Angriff mit Bomben und einer halbautomatischen Waffe sowie eine Drohung mit vier Bomben im Stadion von Atlanta.
  • Cristiano Ronaldo sah sich mit Stalkern in Houston, Toronto und Miami konfrontiert, wo ein Fan während des Spiels gegen Kroatien auf das Spielfeld stürmte.
  • Schiedsrichter François Letexier erhielt sechstausend Drohungen auf WhatsApp, und seine Familie sowie die des VAR-Assistenten Delajod in Frankreich erhielten Polizeischutz.
  • Das FBI koordinierte über das IPCC umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen, darunter Scharfschützen und Sprengstoffentschärfungseinheiten, insbesondere während des Finales im MetLife-Stadion.

Scharfschützen, Sprengstoffentschärfungskommandos, Anti-Terror-Einheiten und kugelsicheres Glas, das die VIP-Loge mit US-Präsident Donald Trump schützte, waren nur einige der Maßnahmen, die während des WM-Finales im MetLife-Stadion in New Jersey ergriffen wurden. Auch wenn solche Maßnahmen manchen übertrieben erschienen, zeigen die vom spanischen Portal Informacion veröffentlichten Polizeiberichte, dass die US-Behörden sehr wohl wussten, womit sie es zu tun hatten.

Während der gesamten WM koordinierte das FBI die Arbeit des Internationalen Polizeikooperationszentrums (IPCC), das US-Bundesbehörden und Polizeikräfte aus den Teilnehmerländern vereinte. Ihre Aufgabe war es, Terrorhinweise, Bedrohungen gegen Spieler und alle Vorfälle zu überwachen, die den Wettbewerb gefährden könnten.

Messis Kopf auf dem Spiel: Bomben und halbautomatische Waffe

Der argentinische Kapitän Lionel Messi erhielt vor und während des Turniers die meisten Drohungen. Der ernsteste Hinweis kam per Anruf am Flughafen von Dallas, wo eine unbekannte Person erklärte, dass sie mit zwei weiteren Personen zum Stadion unterwegs sei, in dem das Spiel Argentinien gegen Jordanien ausgetragen wurde. Laut Polizeibericht sagte der Anrufer, sie seien mit "selbstgebauten Bomben und AR-15" bewaffnet und planten, "Polizisten und Spieler beider Mannschaften" anzugreifen, wobei er "besonders Lionel Messi" erwähnte.

Eine noch grausigere Drohung folgte während des Achtelfinals gegen Ägypten, das Argentinien mit 3:2 gewann. Auf der Social-Media-Plattform X erschien ein Beitrag: "Ich werde gerade das Stadion in Atlanta betreten und Messi mit vier am Körper befestigten Bomben in die Luft sprengen." Gleichzeitig rief ein anderer Mann die Polizei an und behauptete, "drei Bomben" in Mülltonnen am Stadion hinterlassen zu haben, woraufhin Sprengstoffexperten mit Spürhunden das Gelände durchsuchten.

Ronaldo von Houston bis Miami verfolgt

Auch Cristiano Ronaldo blieb von beunruhigenden Situationen nicht verschont. Ein FIFA-Mitarbeiter meldete einen "verdächtigen Mann", der nach "Details" über die Unterkunft des portugiesischen Stars fragte. Die Polizei in Houston verhaftete am 16. Juni einen Mann im Hotel, in dem Ronaldo mit der Nationalmannschaft wohnte. Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich in Toronto, wo ein Fan versuchte, mit dem Portugiesen in den Aufzug zu steigen, mit der Ausrede, er wolle nur ein Foto machen.

Für die kroatische Öffentlichkeit besonders interessant ist ein Vorfall in Miami, wo während des Spiels zwischen Portugal und Kroatien ein Mann im Ronaldo-Trikot auf das Spielfeld sprang und versuchte, sich dem portugiesischen Kapitän zu nähern.

Schiedsrichter unter Beschuss: Sechstausend Drohungen und gefährdete Familien

Der dramatischste Fall erlebte jedoch der französische Schiedsrichter François Letexier, der beim umstrittenen Spiel Argentinien gegen Ägypten die Leitung hatte. Laut IPCC-Berichten erhielt Letexier auf seinem privaten WhatsApp "sechstausend Drohungen", die meisten von "ägyptischen Staatsbürgern". Die Wut übertrug sich auch auf den VAR-Assistenten Willy Delajod, der ebenfalls Morddrohungen erhielt.

Die Situation eskalierte so sehr, dass die Häuser und Familien beider Schiedsrichter in Frankreich verstärkten Schutz und Polizeibegleitung benötigten, nachdem ihre Adressen in sozialen Medien veröffentlicht worden waren.

Häufige Fragen
Wer war während der Weltmeisterschaft am stärksten von Drohungen betroffen? +
Die meisten Drohungen erhielt der argentinische Kapitän Lionel Messi, darunter Hinweise auf Bomben und bewaffnete Angriffe.
Gab es Vorfälle beim Spiel Kroatiens? +
Ja, während des Spiels zwischen Portugal und Kroatien in Miami sprang ein Mann im Ronaldo-Trikot auf das Spielfeld und versuchte, sich Cristiano Ronaldo zu nähern.
Wie reagierten die Behörden auf die Drohungen gegen die Schiedsrichter? +
Der französische Schiedsrichter François Letexier und der VAR-Assistent Willy Delajod erhielten tausende Drohungen, und ihre Häuser und Familien in Frankreich wurden unter verstärkten Schutz und Polizeibegleitung gestellt.
Wer koordinierte die Sicherheitsmaßnahmen beim Turnier? +
Die Sicherheit wurde vom IPCC (Internationales Polizeikooperationszentrum) koordiniert, das vom FBI geleitet wurde und US-Bundesbehörden sowie Polizeikräfte der Teilnehmerländer umfasste.

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