Željko Simić (31) aus Požarevac reiste mit seiner Freundin Marija auf völlig ungewöhnliche Weise nach Griechenland, und zwar mit dem legendären "Fića". Statt eines bequemen modernen Autos mit Klimaanlage und Autobahnfahrt entschied sich das Paar für eine alte einheimische Maschine, Nebenstraßen und ein Abenteuer, das die Aufmerksamkeit von Passanten und Nutzern sozialer Netzwerke auf sich zog.
Die Liebe zum "Fića" hält seit Jahrzehnten an
Wie er gegenüber Kurir erzählte, besteht Željkos Liebe zu "Zastava"-Fahrzeugen und alten Autos seit seiner Kindheit, und der legendäre "Fića" hat einen besonderen Platz in seiner Familie. Auf den Weg zum Olymp, etwas mehr als 600 Kilometer lang, machten sie sich mit dem Wunsch, zu zeigen, dass für ein echtes Abenteuer weder teure Autos noch moderne Technologie notwendig sind.
"Die Liebe zu ‚Zastava'-Fahrzeugen besteht bei mir seit meiner Kindheit, und in der Familie haben wir eine lange Tradition des Fahrens und Wartens von ‚Fića'. Die Idee, zum Olymp zu fahren, entstand aus dem Wunsch nach einem echten, authentischen Abenteuer. Wir wollten beweisen, dass für einen unvergesslichen Urlaub und ein Abenteuer keine teuren modernen Autos, keine High-Tech und keine Klimaanlage nötig sind, sondern nur guter Wille, ein bisschen heimische Mechanik und Fahren mit Seele", sagte Željko Simić gegenüber Kurir.rs.
Nebenstraßen statt Autobahnen
Der "Fića" ist seit zwei Jahren bei Željko, aber dieses Auto ist schon viel länger Teil ihrer Familiengeschichte. Sein Vater ist Automechaniker, daher, wie er sagt, steckt ihnen das "Herumdoktern" an der Mechanik im Blut.
"Der ‚Fića' ist seit Jahrzehnten ein Haustier in unserem Haus, mein Vater ist Automechaniker, also haben wir Mechanik im Blut. Vor der Reise haben wir eine gründliche Inspektion und Vorbereitung durchgeführt, obwohl man der alten Mechanik immer Aufmerksamkeit schenken muss. Interessant ist, dass wir bewusst Autobahnen vermieden und Nebenstraßen durch Dörfer wählten. Wir wollten die Landschaft genießen, entspannt fahren und der Maschine die Gelegenheit geben, in dem Tempo zu laufen, für das sie geschaffen wurde", betonte Simić.
Reaktionen der Menschen sind etwas, das man nicht mit Geld kaufen kann
Auf diese Reise ging er mit seiner Freundin, und am meisten begeisterten sie die Reaktionen der Menschen entlang des Weges.
"Das ist etwas, das man nicht mit Geld kaufen kann. Wo auch immer wir auftauchen, winken die Leute, hupen, Fremde an Tankstellen und Raststätten bleiben stehen, um Fotos zu machen, und fragen ungläubig, ob wir wirklich aus Serbien mit eigenen Rädern gekommen sind. Der ‚Fića' schnurrt fehlerfrei, hat alle Steigungen und die Hitze unter den Gipfeln des Olymp erfolgreich gemeistert", ist Željko stolz.
"Fünf-Sterne-Restaurant" und Zukunftspläne
Besondere Aufmerksamkeit erregte ihr Abenteuer auch in den sozialen Netzwerken. Ein Foto ihres improvisierten "Fünf-Sterne-Restaurants" am Straßenrand, mit einer Kaffeepause mit Blick auf die Ägäis und die olympischen Massive, teilten sie auf der Seite Grčka.info.
"In weniger als 24 Stunden sammelte das Bild über 1.500 Likes und Hunderte emotionale Kommentare. Die Leute schreiben, dass dieses Foto sie in alte, schöne und ehrliche Zeiten zurückversetzt hat, als man ohne Eile reiste. Das war für uns der größte Beweis, dass unser Abenteuer eine Seele hat und schöne Erinnerungen bei den Menschen weckt", schloss Simić.
Željko und Marija planen nicht, bei diesem Abenteuer stehen zu bleiben. Auf ihrem Kanal "ZS Garaža" kündigen sie noch viele interessante Reisen mit Oldtimern an, denn sie haben erkannt, dass solche Geschichten Menschen verbinden und ein Lächeln ins Gesicht zaubern.