FIFA hält an umstrittener Regel trotz Kritik fest
Der Fußball-Weltverband plant, die Fernsehrechte für die Weltmeisterschaften 2030 und 2034 zu bündeln, während die umstrittenen Trinkpausen weiterhin fester Bestandteil des Spiels bleiben.
Der Fußball-Weltverband plant, die Fernsehrechte für die Weltmeisterschaften 2030 und 2034 zu bündeln, während die umstrittenen Trinkpausen weiterhin fester Bestandteil des Spiels bleiben.
Der Internationale Fußballverband (FIFA) hat nicht vor, auf die Trinkpausen zu verzichten, die während der Weltmeisterschaft 2026 eine Welle der Kritik ausgelöst haben, sich aber auch als lukratives kommerzielles Instrument erwiesen haben. Gleichzeitig erwägt die Organisation bereits revolutionäre Änderungen bei der Vermarktung der Fernsehrechte für zukünftige Turniere.
Die Trinkpausen, ursprünglich als Schutzmaßnahme für Spieler bei extremen Wetterbedingungen eingeführt, erhielten bei der WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko eine völlig neue Dimension. Sie boten den Fernsehsendern zusätzliche Werbezeiten, ohne das Spiel zu unterbrechen, was ihnen einen erheblichen kommerziellen Wert verlieh. Genau dieser Aspekt sorgte während des Turniers für zahlreiche Kritik, und im Fußballvokabular wurde erstmals der Begriff "Viertel" verwendet.
Trotz der Unmuts aus Teilen der Öffentlichkeit und Fachwelt plant die FIFA nicht, diese Regel zu ändern. Nach Informationen, die von Sportske novosti übermittelt wurden, werden die Pausen auch bei den kommenden Weltmeisterschaften fester Bestandteil der Spiele bleiben. Ihre Doppelrolle, die Sorge um die Gesundheit der Spieler und eine zusätzliche Einnahmequelle, hat offenbar den Ausschlag für die Beibehaltung dieser Praxis gegeben.
Doch die kommerziellen Ambitionen der FIFA enden hier nicht. Laut Bloomberg erwägt die Organisation, die Fernsehrechte für die Weltmeisterschaften 2030 und 2034 in einem großen Medienpaket zu bündeln. Dieser Schritt folgt auf eine finanziell äußerst erfolgreiche WM 2026, die das enorme kommerzielle Potenzial des Fußballs auf dem nordamerikanischen Markt gezeigt hat.
Die Gespräche befinden sich laut Bloomberg noch in einem frühen Stadium, und das endgültige Verkaufsformat ist noch nicht festgelegt. Eine der ernsthaft in Betracht gezogenen Optionen ist jedoch die Bündelung der Rechte für Englisch und Spanisch in den Vereinigten Staaten. Bisher wurden diese Rechte meist getrennt verkauft; ein gemeinsames Paket würde der FIFA eine größere Verhandlungsmacht verschaffen und einen intensiven Wettbewerb unter den größten amerikanischen Fernsehsendern und Streaming-Plattformen auslösen.
Die FIFA möchte offensichtlich das Wachstum der Fußballpopularität in Nordamerika, das gerade durch die WM 2026 angestoßen wurde, maximal nutzen. Der Verkauf der Rechte für zwei Turniere im Paket, zusammen mit der möglichen Bündelung der Sprachrechte auf dem Schlüsselmarkt USA, signalisiert eine klare strategische Wende. Ziel ist es, das gestiegene Interesse von Publikum und Medien in ein langfristiges und noch profitableres Modell für die Turniere 2030 und 2034 umzuwandeln.