Finale der U18-Handball-WM: Spanien und Montenegro kämpfen um Gold, live auf VOYO
Im Finale der U18-Handball-Weltmeisterschaft im rumänischen Pitești treffen die Titelverteidigerinnen auf die Überraschungsmannschaft des Turniers.
Im Finale der U18-Handball-Weltmeisterschaft im rumänischen Pitești treffen die Titelverteidigerinnen auf die Überraschungsmannschaft des Turniers.
Die U18-Handball-Weltmeisterschaft der Frauen nähert sich ihrem Höhepunkt. Nach fast zwei Wochen intensiver Kämpfe in den rumänischen Städten Pitești, Mioveni, Craiova und Râmnicu Vâlcea sind nur noch zwei Teams im Rennen um die Goldmedaille. Am Sonntag, dem 9. August 2026, treffen im Finale das starke Spanien und Montenegro aufeinander, die Mannschaft, die für die größte Überraschung des Turniers gesorgt hat.
Handballfans in Kroatien können dieses Spektakel verfolgen. Die Übertragung aus der Pitești Arena beginnt um 17:20 Uhr auf der Streaming-Plattform VOYO, während das Finale selbst um 17:30 Uhr kroatischer Zeit angepfiffen wird. Etwas früher, um 15:00 Uhr, entscheiden Dänemark und Ägypten über die Bronzemedaille.
Dieses Endspiel wird ein Wiedersehen zweier Teams, die bereits während des Turniers aufeinandertrafen. Ihr erstes Duell in der zweiten Turnierphase bot echte Dramatik. Obwohl die Spanierinnen am Ende mit 35:33 gewannen, war das Bild auf dem Spielfeld deutlich komplexer. Die junge montenegrinische Auswahl zeigte, dass sie den favorisierten Gegnerinnen ebenbürtig ist. Fünf Minuten vor dem Schlusspfiff führten sie mit zwei Toren (31:29), doch das ruhigere und erfahrenere spanische Team schaffte es, in der Schlussphase das Spiel zu drehen.
Diese Niederlage war für die Montenegrinerinnen schmerzhaft, zeigte ihnen aber gleichzeitig, dass sie den Titelverteidigerinnen ebenbürtig sind. Eine zusätzliche Portion Spannung bringt ihr Aufeinandertreffen im letzten Jahr. Bei der Europameisterschaft in Podgorica besiegte diese Generation Montenegros Spanien im Kampf um Bronze mit 22:20. Diesmal geht es jedoch um deutlich mehr.
Für den montenegrinischen Frauenhandball ist dies bereits jetzt ein historischer Erfolg. Die Mannschaft von Trainer Miloš Perović ist die erste Generation in der Geschichte, in jeder Altersklasse, die sich für ein WM-Finale qualifiziert hat. Ihr Weg ins entscheidende Spiel war beeindruckend und gipfelte im Halbfinale gegen das favorisierte Dänemark. In einem äußerst anspruchsvollen taktischen und physischen Duell zeigten die jungen "Löwinnen" einen fantastischen Charakter und siegten mit 27:25, womit sie sich mindestens Silber sicherten.
Kampfgeist und Zusammenhalt haben die Sympathien des Publikums gewonnen, und sie werden von einem klaren Motto angeführt, das auch die offizielle Website des Internationalen Handballverbands (IHF) festhielt: "Wir werden bis zum letzten Atemzug alles geben, um den Sieg zu erringen." Mit dieser Mentalität darf Montenegro zu Recht auf ein Wunder und das erste historische WM-Gold hoffen.
Auf der anderen Seite des Parketts steht ein Team, das es gewohnt ist, Trophäen zu gewinnen. Spanien kam als amtierender Champion zum Turnier nach Rumänien und bestätigte während des gesamten Wettbewerbs seinen Status als Top-Favorit. Ihre Auftritte strahlen Selbstvertrauen, taktische Reife und Tiefe im Kader aus. Ein WM-Gold zu gewinnen ist eine enorme Leistung, aber es zu verteidigen, gelingt nur wenigen.
Seit 2006, als dieser Wettbewerb eingeführt wurde, gelang es nur Russland, zwei Titel in Folge zu gewinnen, und zwar 2016 und 2018. Nun hat Spanien die Chance, die zweite Nation zu werden, der dies gelingt. Der Druck ist unvermeidlich, aber die enorme Erfahrung aus großen Spielen ist ihr entscheidender Vorteil vor dem Finale vor fast fünftausend Zuschauern in der Pitești Arena. Während Montenegro seinem Traum nachjagt, versucht Spanien, seinen eigenen Erfolg zu wiederholen.
Die kroatische weibliche Kadettennationalmannschaft beendete ihr Turnier auf Platz 18, nach einer Niederlage gegen Portugal im Finale des Trostpreises President's Cup mit 34:26. Trotzdem haben die heimischen Handballfans die Möglichkeit, das Finale über die Plattform VOYO zu genießen. Alles ist bereit für den letzten Akt in Rumänien. Ob Montenegro sein Märchen komplettiert oder Spanien seine Dominanz bestätigt, wird sich am Sonntagnachmittag zeigen.