Hitzewellen bringen oft die besten Trainingspläne durcheinander, aber laut Fitness-Expertin Jess Bass sollte das kein Grund sein, komplett auf körperliche Aktivität zu verzichten. Der Schlüssel liegt ihrer Meinung nach in der Anpassung des Trainings an die Wetterbedingungen und der bewussten Wahl von Aktivitäten, die den Körper, der bereits mit der Aufrechterhaltung der normalen Körpertemperatur kämpft, nicht zusätzlich belasten.
Die "Alles-oder-nichts"-Falle
Einer der häufigsten Fehler an heißen Tagen ist die Überzeugung, dass das Training "alles oder nichts" sein muss. Bass warnt davor, dass diese Einstellung zu unnötiger Überanstrengung oder im Gegenteil zu völliger Bewegungsarmut führen kann.
Ein häufiger Fehler, den Menschen bei Hitze machen, ist die Überzeugung, dass das Training "alles oder nichts" sein muss.
Die Reduzierung der Intensität und die Anpassung der Aktivität an hohe Temperaturen sind weitaus bessere Optionen. Anstatt in der größten Hitze zu laufen, empfiehlt sie Pilates, Mobilitätsübungen oder Krafttraining in klimatisierten Räumen. Dieser Ansatz ermöglicht es, in Form zu bleiben, ohne den Körper zusätzlich zu belasten.
Morgen, Abend und Hydration als Verbündete
Wenn Sie dennoch im Freien trainieren möchten, ist die Wahl der richtigen Tageszeit von entscheidender Bedeutung. Bass sagt, dass der frühe Morgen und der späte Abend günstigere Zeiten sind, da die Temperaturen niedriger sind und der Hitzestress für den Körper geringer ist.
Ebenso wichtig ist die Hydration. Die Flüssigkeitszufuhr ist vor, während und nach dem Training notwendig, insbesondere bei hohen Temperaturen.
Wenn der Körper "Stopp" sagt
Schwindel, Übelkeit und ausgeprägte Müdigkeit sind Anzeichen, die keinesfalls ignoriert werden sollten. Wenn diese Symptome während des Trainings auftreten, ist das ein Zeichen, das Tempo zu reduzieren und eine Pause einzulegen. Sich unter solchen Bedingungen zu forcieren, kann zu ernsteren gesundheitlichen Problemen führen.
Das Ziel ist nicht, sich trotz der Hitze zu forcieren, sondern weiterzumachen, auf eine Weise, die dem Körper guttut.
Die Expertin betont, dass bereits 20 bis 30 Minuten angepasster Aktivität ausreichen, um Fitness, Beweglichkeit und Kraft zu erhalten. Sommertraining ist nicht die Zeit, um persönliche Rekorde zu brechen, sondern um Kontinuität auf sichere Weise aufrechtzuerhalten.