Das Fußballspiel zwischen Malaga und Fulham um die traditionelle Trofeo Costa del Sol endete auf unglaubliche Weise. Nachdem die regulären 90 Minuten mit 2:2 geendet hatten, weigerte sich der englische Premier-League-Klub, Elfmeter zu schießen, verließ das Feld und ging in die Kabine, wodurch der Gastgeber den seit 1961 vergebenen Pokal kampflos überlassen wurde.
Arbeloa sieht die Rote Karte
Die Hauptrolle in dem Vorfall spielte Fulhams Trainer Álvaro Arbeloa. Laut einem Bericht von Index.hr geriet der ehemalige Real-Spieler in eine heftige Auseinandersetzung mit Schiedsrichter Miguel Ángel Ortiz Arias wegen eines in der 90. Minute für Malaga gepfiffenen Elfmeters, durch den die Gastgeber zum 2:2 ausglichen. Der Protest war so stürmisch, dass der Unparteiische ihm die Rote Karte zeigte.
Fulham hatte während des Spiels zweimal geführt, doch Malaga kam beide Male zurück. Genau das zweite Tor für die Gastgeber, das in der Nachspielzeit per Strafstoß fiel, löste eine Kettenreaktion aus, die zu surrealen Szenen vor rund zwanzigtausend Zuschauern führte.
Symbolischer Elfmeter für den Sieg
Nach Arbeloas Platzverweis sprachen die Spieler von Fulham einige Minuten mit den Schiedsrichtern und machten sich dann einfach auf den Weg in die Kabine. Der Klub behauptete, dass das Elfmeterschießen nicht im Vertrag vorgesehen war, in dem die Bedingungen des Freundschaftsspiels festgelegt wurden, und dass die Mannschaft unmittelbar nach dem Spiel zum Flughafen aufbrechen musste, um ihren Flug nach London zu erreichen.
Auf dem Rasen blieben also nur die Spieler von Malaga zurück. Die Situation wurde von Eneko Jauregi gelöst, der einen symbolischen Elfmeter auf das leere Tor ausführte und traf, womit Malaga offiziell zum Turniersieger erklärt wurde. Der Skandal war damit jedoch noch nicht beendet, denn Arbeloa erschien nach dem Spiel auch nicht zur Pressekonferenz, wo ihn die Journalisten erwartet hatten.