Hajduk feierte im letzten Spiel der 3. Runde der SHNL in Velika Gorica einen 2:1-Auswärtssieg gegen den gleichnamigen Gastgeber und holte damit den ersten Sieg der neuen Saison. Die Mannschaft aus Split ging bereits in der 3. Minute durch Michele Šego in Führung, doch Gorica glich in der 78. Minute per Elfmeter durch Bruno Bogojević aus. Den Sieg für Hajduk sicherte Marko Livaja in der 87. Minute.
Garcia: Es ist nicht leicht, alle drei Tage zu spielen
Hajduks Trainer Gonzalo Garcia zeigte sich nach der Partie zufrieden mit dem Sieg, betonte jedoch, wie anspruchsvoll es ist, in einem dichten Spielrhythmus zu agieren.
"Ein sehr schweres Spiel. Es ist nicht leicht, alle drei Tage zu spielen. Sie haben es auch im zweiten Spiel heute in der SHNL gesehen. Wir sind nach dem 1:1 zurückgekommen, ich bin stolz auf alles, was die Spieler leisten. Unter schwierigen Umständen arbeiten sie hervorragend, wir werden kämpfen, um in Europa gute Ergebnisse zu erzielen, das ist unser Hauptziel", sagte Garcia gegenüber Sportklub.
Warum wurde Acapandie ausgewechselt?
Garcia erläuterte auch die Situation um Luka Acapandie, den er während des Spiels auswechselte.
"Wir wollten bei ihm kein Risiko eingehen. Es ist nichts Ernstes passiert. Luka ist ins Spiel gekommen."
In einer weiteren Stellungnahme gegenüber DalmacijaDanas fügte er hinzu, dass Acapandie einige Beschwerden hatte und man niemanden forcieren wollte, um Verletzungen zu vermeiden.
Pukštas und Mlačić: Die Mannschaft ist das Wichtigste
Auf die Frage, wie Hajduk einen möglichen Abgang von Rokas Pukštas kompensieren werde, betonte Garcia die Bedeutung der Mannschaft gegenüber dem Einzelnen.
"Ich bin froh, dass Rokas Fortschritte macht. Er hat noch Raum für Verbesserungen. Wenn er geht, haben wir andere Spieler. Mlačić ist auch gegangen, aber das Wichtigste ist die Mannschaft. Rokas ist wichtig für uns, aber wir werden weitermachen."
SHNL-Rhythmus im Vergleich zu Europa
Hajduk wirkte gegen Gorica weniger intensiv als im Europapokalspiel gegen Žalgiris, und Garcia erklärte, wie sehr der dichte Spielplan dazu beigetragen hat.
"Wir haben vor 72 Stunden gespielt. Es ist nicht leicht, in diesem Rhythmus in jedem Spiel ein hohes Tempo zu halten. Es hängt auch vom Gegner ab. Wir haben das Spiel bei 1:0 kontrolliert und auf die Chance zum 2:0 gewartet."
Livaja oder Šego gegen Raków?
Der interessanteste Moment der Pressekonferenz kam bei der Frage, wer den Angriff von Hajduk im kommenden Duell gegen Raków anführen sollte. Garcia antwortete mit einer Gegenfrage und kritisierte dabei direkt die Langsamkeit der heimischen Liga.
"Was denken Sie? Die Liga ist langsam, hat kein Tempo, es ist ganz anders als in Europa. In Europa ist es eine andere Sportart. Es werden die spielen, von denen wir denken, dass es das Beste ist. Das Spiel dauert 90 Minuten, es kann auch 120 Minuten dauern. Es gibt fünf Auswechslungen, fast die halbe Mannschaft wird gewechselt."
In der Version für DalmacijaDanas war seine Botschaft noch deutlicher: "Diese Liga ist viel langsamer als die in Europa. Wir dürfen nicht darüber nachdenken, wer zuerst startet, es hängt in manchen Momenten davon ab, wer zum Beispiel besser ist. Wenn wir darüber nachdenken, wer startet, und nicht richtig arbeiten, führt uns das wahrscheinlich in die Scheiße."
Livaja und Šego: Wir sind glücklich, beide zu haben
Garcia lobte beide Stürmer und betonte, dass sie unterschiedliche Spielertypen sind und je nach Spiel der eine oder andere zum Einsatz kommen wird.
"Livaja hat ein Tor geschossen, Šego auch. Wir haben das Glück, beide zu haben, auch wenn sie unterschiedlich sind. Je nach Spiel kann der eine oder andere spielen."