Die Fußballer von Hajduk holten den ersten Punkt der Saison in der SuperSport HNL, doch nach dem Spiel auf Poljud war niemand im Splitter Lager zufrieden. Gegen Istra 1961 spielten sie 2:2, und der Sieg entglitt ihnen in der fünften Minute der Nachspielzeit. Trainer Gonzalo Garcia war in seiner Analyse ehrlich und gab zu, dass die europäischen Spiele und der dichte Spielplan Tribut fordern.
Dominanz und naive Gegentore
Hajduk ging bereits in der 15. Minute durch ein Tor von Rokas Pukštas in Führung und wirkte überzeugend. Garcia betonte nach dem Spiel, dass seine Mannschaft die Kontrolle gegen einen gut organisierten Gegner hatte. "Wir hatten die Kontrolle und trugen die Last des Spiels gegen eine sehr gut organisierte Istra, besonders im tiefen Block. Wir haben es ihnen schwer gemacht, besonders nach dem ersten Tor, und wir konnten ihre Transitionen stoppen", sagte Garcia gegenüber HRT.
Doch es folgte eine kalte Dusche. Frederiksen glich kurz vor der Pause aus, und obwohl es schien, dass Marko Livaja in der 84. Minute der Held sein und drei Punkte bringen würde, stellte Ahmeti in einem dramatischen Finale den Endstand von 2:2 her. Garcia war besonders kritisch gegenüber der Art und Weise, wie die Mannschaft die Gegentore kassierte: "Wir haben einige unnötige Bälle in gefährlichen Bereichen verloren und ein naives Tor nach einem Standard kassiert."
Wiederholungsproblem und europäische Müdigkeit
Der Trainer von Hajduk verbarg seine Frustration nicht darüber, dass sich der Punktverlust in der Schlussphase wiederholt. "Wir haben nicht großartig gespielt, aber wir haben Druck gemacht und nach dem Tor gesucht. Am Ende haben wir wieder in den letzten Sekunden ein Tor kassiert, und das ist uns in letzter Zeit schon mehrfach passiert", gab er zu.
Als Hauptgrund für den Konzentrationsabfall und die körperlichen Probleme nannte Garcia die anstrengenden europäischen Qualifikationsspiele. "Die europäischen Spiele beeinflussen uns sicherlich, besonders wegen der großen körperlichen Anstrengung. Wir haben viele junge Spieler, die diesen Rhythmus nicht gewohnt sind und sich anpassen müssen. Es kommt oft vor, dass der Fokus vollständig auf den europäischen Spielen liegt, und dann muss man in der Meisterschaft genauso konzentriert sein, wenn nicht sogar mehr", erklärte der Stratege von Hajduk.
Fokus auf Žalgiris und Jagd auf den ersten Sieg
Die Mannschaft aus Split erwartet nun das entscheidende Rückspiel gegen Žalgiris in der Qualifikation zur Conference League. Garcia ist klar: Die europäische Geschichte hat Priorität, aber auch die heimische Meisterschaft darf nicht leiden. "Vor uns liegt ein sehr wichtiges Spiel gegen Žalgiris, und wir müssen die Arbeit zu Ende bringen. Danach werden wir über Gorica nachdenken, wo wir den ersten Sieg in der Meisterschaft holen müssen", schloss Garcia und kündigte den Kampf an zwei Fronten an.