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Garcia verzweifelt wegen des Spielplans: 20 Stunden unterwegs in 72 Stunden

Hajduks Trainer kündigt das erste Heimspiel der Saison gegen Istra an und spricht über Müdigkeitsprobleme, Spielerabgänge und mögliche Verstärkungen.

Foto: Wikipedia (NK Istra 1961)
Kurz gesagt
  • Garcia frustriert, dass Hajduk in 72 Stunden zwischen den Spielen 20 Stunden unterwegs war.
  • Hoorenbeck nicht verletzt, Skelin und Noa Skoko sollen wegen Kontinuität das Umfeld wechseln.
  • Trainer bereut Abgänge von Hugo und Krovinović nicht und bestätigt Bedarf an defensivem Mittelfeldspieler.
  • Erstes Heimspiel der Saison gegen Istra am Sonntag um 21 Uhr auf Poljud.

Hajduks Fußballer empfangen am Sonntag um 21 Uhr auf Poljud Istra in der zweiten Runde der SHNL, in ihrem ersten Heimspiel der Saison. Trainer Gonzalo Garcia machte auf der heutigen Pressekonferenz keinen Hehl aus seiner Frustration über das anstrengende Tempo, das seine Mannschaft zu Beginn erschöpft hat.

Nach der 1:2-Niederlage in Varaždin sucht der Klub aus Split den ersten Saisonsieg, doch Garcia machte deutlich, dass die Reisen ihren Tribut gefordert haben.

"Es ist schlecht, wenn man 72 Stunden zwischen den Spielen hat und 20 Stunden unterwegs ist", sagte Garcia gegenüber Index.hr. "Ich war müde, und ich reise nur mit dem Team, ich trainiere nicht und spiele nicht. Das hat uns zerstört."

Hoorenbeck aus Vorsicht, Skelin für einen Wechsel in die Mitte

Garcia erläuterte die Situation der beiden fehlenden Spieler. Alec Hoorenbeck wurde gegen Žalgiris vorsichtshalber ausgewechselt. "Er ist nicht verletzt, er hat nur ein Unwohlsein gespürt. Die Spieler sind müde, ich wollte nicht, dass diejenigen, die an der Grenze sind, zusätzliche Müdigkeit ansammeln", sagte er.

Für Skelin plant er jedoch einen anderen Weg. "Skelin hat eine große Zukunft in diesem Klub, aber er braucht Kontinuität. Letzte Saison wollte ich sie ihm geben, aber wegen Verletzungen ging es nicht. Jetzt muss er das Umfeld wechseln, weil er stark schwankt und unter großem Druck steht. Er braucht einen Ort, an dem er Routine gewinnt", erklärte Garcia und fügte hinzu, dass er bereits in der nächsten Saison ein "neuer Spieler sein könnte, der bereit ist, ein Spieler für Hajduk zu sein".

Ähnlich ist die Situation bei Noa Skok, für den er ebenfalls einen Abgang vorsieht. "Sie ist ähnlich, aber nicht gleich. Noa ist seit zwei, drei Jahren hier, er muss zeigen, was er kann. Letzte Saison hatte er Chancen, hat sie nicht genutzt, jetzt wird er die Chance woanders bekommen", sagte Garcia.

Hugo und Krovinović: "Ich bereue nichts"

Auf die Frage, ob er bedauere, Hugo und Krovinović ziehen gelassen zu haben, war Hajduks Trainer deutlich. "Ich bereue nicht, dass wir sie haben gehen lassen. Es gibt mehrere Gründe, warum einige Spieler gehen mussten. Wir müssen eine Mannschaft mit mehr Intensität, Tempo und Laufbereitschaft sein", betonte er und fügte hinzu, dass Niko Sigur diese Position abdecken kann, der Klub jedoch aktiv nach Verstärkungen sucht.

Ein Name, der genannt wurde, ist Lindon Selahi, ehemaliger Spieler von Twente. "Wir brauchen so einen Spieler, defensiv stark und in der Lage, das Tempo zu bestimmen. Dann sind wir am besten. Ich kenne Lindon, er hat bei mir in Twente gespielt, aber soweit ich weiß, ist der Klub nicht mit ihm in Kontakt", verriet Garcia.

Spielsystem und Kritik an den Innenverteidigern

Garcia kommentierte auch den Wechsel der Formation von 3-2-5 zu 4-3-3 im letzten Spiel, betonte jedoch, dass es keine ständige Rotation geben werde. "Jedes Spiel ist besonders. Wichtig ist, dass die Spieler auf dem Platz spüren, was für sie am besten ist", sagte er.

Auf die Kritik, dass die Innenverteidiger gut im Ballbesitz, aber schwächer in der Verteidigung seien, antwortete er: "Diese Kritik stimmt teilweise, aber die Situation ist komplexer. Wichtig ist auch, wo die Mannschaft den Ball vor dem Umschalten verliert, nicht alles liegt an den Innenverteidigern. Ich bin zufrieden mit den Spielern, die ich habe, aber wir sind auf dem Markt und arbeiten."

Istra erhält Lob

Garcia lobte den Gegner am Sonntag. "Ich habe Istra hauptsächlich im Flugzeug gesehen. Mir gefällt sehr gut, was sie machen. Sie spielen viel besser als früher, sie sind kompakter, haben eine klare Idee. Ich habe ihre Spiele genossen", schloss er.

Das Spiel Hajduk - Istra findet am Sonntag um 21 Uhr auf Poljud statt, und der Klub aus Split hofft auf den ersten Sieg in der neuen SHNL-Saison.

Häufige Fragen
Warum ist Garcia so frustriert über den Spielplan? +
Hajduks Trainer betont, dass seine Mannschaft in nur 72 Stunden zwischen den Spielen 20 Stunden unterwegs war, was die Spieler extrem erschöpft hat.
Wie ist die Verletzungssituation bei Hajduk vor dem Spiel gegen Istra? +
Alec Hoorenbeck wurde gegen Žalgiris vorsichtshalber ausgewechselt, ist aber nicht schwer verletzt. Skelin und Noa Skoko sind nicht im Kader, da der Klub für sie ein neues Umfeld zur Entwicklung plant.
Wird Lindon Selahi Hajduk verstärken? +
Garcia bestätigte, dass er einen Spieler mit Selahis Eigenschaften braucht und ihn aus Twente kennt, aber nach seinen Informationen ist der Klub noch nicht mit ihm in Kontakt.
Was sagt Garcia zur Kritik an Hajduks Innenverteidigern? +
Er hält die Kritik für teilweise berechtigt, betont aber, dass die Defensivprobleme nicht ausschließlich an den Innenverteidigern liegen, sondern auch davon abhängen, wo die Mannschaft den Ball verliert, bevor der Gegner in den Umschaltmoment geht.

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