Die Geschichte über Lindon Selahis möglichen Wechsel zu Hajduk hat eine neue Dimension erhalten. Der Trainer der Weißen, Gonzalo Garcia, bestätigte vor dem Meisterschaftsspiel am Sonntag gegen Istra 1961 auf Poljud, dass der Spieler selbst den Kontakt initiiert hat, aber auch, dass der Klub über offizielle Kanäle noch keinen konkreten Schritt unternommen hat.
Nachdem der Verein aus Split in Vilnius überzeugend gegen Žalgiris gewonnen hat, richtet sich der Fokus wieder auf die heimische Meisterschaft, wo Hajduk nach der Niederlage gegen Varaždin (2:1) zum Saisonauftakt die ersten Punkte sucht. Genau bei der Ankündigung dieses Spiels enthüllte Garcia den Hintergrund seiner Verbindungen zum albanischen Mittelfeldspieler.
'Der Klub ist nicht in Kontakt mit ihm'
Garcia war deutlich, als er das Profil des Spielers beschrieb, den er in der Mannschaft vermisst. "Wir brauchen so einen Spieler. Er muss defensiv stark sein und das Tempo des Spiels vorgeben können", sagte der Trainer von Hajduk und enthüllte dann, dass Selahi, den er aus gemeinsamen Tagen bei Twente gut kennt, ihn bereits kontaktiert hat.
"Er hat mich zu Beginn der Transferperiode angerufen, um zu sehen, welche Möglichkeiten es gibt und ob wir einen Spieler mit solchen Eigenschaften brauchen, aber soweit ich weiß, ist der Klub nicht in Kontakt mit ihm" - Gonzalo Garcia, Trainer von Hajduk
Diese Aussage offenbart die Kluft zwischen dem Wunsch des Spielers und der Notwendigkeit des Trainers auf der einen Seite und der offiziellen Haltung des Klubs auf der anderen Seite. Während Garcia deutlich macht, dass er ein solches Spielerprofil braucht, hat Hajduk bisher keine offiziellen Schritte unternommen.
Agent behauptet das Gegenteil: 'Sie haben mich mehrfach angerufen'
Auf der anderen Seite hat Selahis Agent Adrian Aliaj eine etwas andere Version der Geschichte. Gegenüber Index bestätigte er, dass das Interesse von Hajduk durchaus konkret ist und es bereits Gespräche über eine mögliche Leihe gab. "Hajduk hat mich mehrfach angerufen und wir haben über die Möglichkeit einer Leihe gesprochen", erklärte Aliaj.
Dennoch, obwohl es beiderseitiges Interesse gibt, ist die Umsetzung des Geschäfts keineswegs einfach. Das Haupthindernis ist finanzieller Natur, was der Agent in einem Satz zusammenfasste: "Das Problem ist das Gehalt."
Status in Polen öffnet Tür für Transfer
Selahis Situation bei seinem Stammverein Widzew spielt dem potenziellen Transfer in die Karten. Der albanische Mittelfeldspieler kam in den ersten beiden Runden der polnischen Meisterschaft nur auf neun Minuten Spielzeit, und sein Verein hat nur zwei Punkte geholt. Mit einem Vertrag, der ihn noch zwei Jahre bindet, ist Widzew laut Informationen offen für eine Leihe, jedoch unter der Bedingung, dass der aufnehmende Verein sein volles Gehalt übernimmt.
Genau diese finanzielle Belastung stellt derzeit die Hauptbremse in den Verhandlungen dar. Obwohl Garcia in Selahi einen Spieler sieht, der mit seinen defensiven Eigenschaften und seiner Fähigkeit, das Tempo zu kontrollieren, dem Mittelfeld eine neue Dimension verleihen könnte, bleibt abzuwarten, ob die Vereinsführung von Hajduk bereit sein wird, den Forderungen des polnischen Klubs vor dem Ende der Transferperiode entgegenzukommen.