Die iranische halbamtliche Nachrichtenagentur Mehr veröffentlichte am Samstag, den 9. August 2026, ein undatiertes Video des obersten Führers Modschtaba Chamenei, auf dem er bei guter Gesundheit erscheint. Die Veröffentlichung erfolgt nur wenige Tage, nachdem israelische Medien berichtet hatten, dass Chamenei sich in einem äußerst kritischen Zustand befinde und in ein Krankenhaus gebracht worden sei, berichtet die Nachrichtenagentur Associated Press.
Iranische Beamte kündigten an, dass das Video Chamenei bald in der Öffentlichkeit und bei Treffen mit Militärkommandeuren zeigen werde. Seine langwierige Abwesenheit von der Öffentlichkeit hat zahlreiche Spekulationen über den Gesundheitszustand und die Stabilität der iranischen Führung ausgelöst.
Monatelang ohne öffentliches Auftreten
Modschtaba Chamenei trat sein Amt als oberster Führer des Iran im März 2026 an, nachdem sein Vater, Ayatollah Ali Chamenei, bei gemeinsamen amerikanisch-israelischen Angriffen am 28. Februar getötet worden war. Nach früheren Medienberichten erlitt auch Modschtaba damals Gesichtsverletzungen, woraufhin er sich zurückzog und die Kommunikation mit hohen Beamten über Vermittler fortsetzte.
Seit seiner Machtübernahme hat Chamenei keine öffentliche Ansprache gehalten und kommuniziert mit der Öffentlichkeit ausschließlich über schriftliche Erklärungen. Der iranische Präsident Massud Peseschkian beschrieb die direkte Kommunikation mit dem obersten Führer zuvor als "sehr schwierig".
Widersprüchliche Informationen über Zustand und Aufenthaltsort
Die israelischen Medien Kanal 14 und Jerusalem Post berichteten am Freitag unter Berufung auf das Portal IranWire und Quellen, die der Regierung von Präsident Massud Peseschkian nahestehen, dass Chamenei sich in einem "äußerst kritischen Zustand" befinde. Gleichzeitig berichtete das saudische Medium Al Hadath bereits im Juli unter Berufung auf eine israelische Sicherheitsquelle, dass Chamenei "nicht im Iran" sei.
Der amerikanische Präsident Donald Trump ging noch einen Schritt weiter und erklärte, die iranische Militärführung sei eliminiert und Chamenei sei "zu 90 Prozent erledigt" und nach der amerikanisch-israelischen Militärkampagne handlungsunfähig.
Iranische Beamte hatten zuvor die Schwere seiner Verletzungen heruntergespielt und behauptet, sie seien oberflächlich gewesen und Chamenei treffe weiterhin strategische Entscheidungen und erteile operative Anweisungen. Die Veröffentlichung des neuen Videos ist offensichtlich ein Versuch Teherans, die immer intensiveren Gerüchte über den Zustand des Staatsführers zu unterdrücken.