Zagreb wurde diese Woche von einer Hitzewelle mit Temperaturen weit über 30 Grad erfasst. Obwohl am Wochenende eine Abkühlung eintrat und der Staatliche Hydrometeorologische Dienst (DHMZ) keine Warnungen herausgab, müssen sich alle, die glauben, dass die Hitze vorbei ist, noch gedulden. Der DHMZ kündigt eine neue Hitzewelle an, die ab Montag beginnt.
Wir haben überprüft, wo sich die Bürger am liebsten abkühlen. Drei beliebte Zagreber Orte standen im Fokus: Bundek, Jarun und die Save. Die Ergebnisse der Besichtigung zeigen, dass jeder von ihnen seine eigene Geschichte hat, aber auch, dass sich die Gewohnheiten der Zagreber erheblich unterscheiden.
Bundek: Leere Strände und ein ausgetrockneter kleiner See
Die erste Station war der Bundek. Trotz der unerträglichen Hitze am frühen Nachmittag gab es kaum Badegäste. Die Strände waren leer, und auch in den nahe gelegenen Cafés sah es ähnlich aus. Doch laut einer Kellnerin ändert sich das mit sinkenden Temperaturen. "Dann beginnen die Leute sich zu versammeln, wenn es etwas abkühlt, und einige entscheiden sich sogar zum Baden", sagte sie.
Die Wasserqualität am Bundek ist laut den letzten verfügbaren Daten zufriedenstellend. Proben aus dem Großen See, der zum Baden bestimmt ist, wurden am 21. Juli 2026 entnommen. Die Ergebnisse zeigten eine ausgezeichnete Qualität am Ostufer, während das Wasser am West- und Südufer als gut bewertet wurde. Dennoch wurde an einem Teil des Sees Wasser mit viel Schlamm und Müll vorgefunden.
Besondere Aufmerksamkeit erregte der Kleine See, der nicht für Badegäste bestimmt ist. Er ist fast vollständig ausgetrocknet. Auf seinem Grund kann man bis zum Großen See laufen.
Jarun: Lebhaftere Atmosphäre und ausgezeichnetes Wasser
Am Jarun war die Situation deutlich lebhafter. Es gab mehr Besucher, darunter auch viele Ausländer. Eine Zagreberin, die wir am Strand trafen, verriet ihre Routine. "Ich dusche lieber und sonne mich. Das Wasser im Jarun ist im Sommer immer warm, es ist nicht schlecht zum Baden", betonte sie.
Die Wasserqualität am Jarun ist ebenfalls auf hohem Niveau. Die letzten Ergebnisse vom Juli zeigten, dass sie ausgezeichnet und an einigen Stellen gut ist. Es scheint, dass das "Zagreber Meer" seinen Spitznamen als lebendigstes Bad gerechtfertigt hat, wo das Wasser auch auf den ersten Blick am saubersten wirkte.
Save: Am kühlsten, aber ohne Badegäste
Die Besichtigung endete an der Save, wo es nirgendwo Badegäste gab. Unsere Gesellschaft leisteten nur Enten, und am Ufer wurde auch eine Schlange im Wasser bemerkt. Von allen drei Orten war die Save am kühlsten, während der Bundek den Titel des wärmsten erhielt. Trotzdem war der Fluss offensichtlich nicht attraktiv für eine Erfrischung mitten in der Hitzewelle.