Gmail stellt ab Januar das Senden von externen Adressen ein
Google entfernt drei Kernfunktionen: 'Senden als', Gmailify und POP. Nutzer müssen Alternativen für die Verwaltung von E-Mails anderer Konten finden.
Google entfernt drei Kernfunktionen: 'Senden als', Gmailify und POP. Nutzer müssen Alternativen für die Verwaltung von E-Mails anderer Konten finden.
Google hat auf seinen Support-Seiten erhebliche Änderungen für alle angekündigt, die Gmail als zentrale Anlaufstelle für die Verwaltung von E-Mails von verschiedenen Adressen nutzen. Ab Januar 2027 wird die Unterstützung für das Senden von Nachrichten von externen E-Mail-Konten über die Gmail-Oberfläche eingestellt.
Das Unternehmen beschrieb diese Entscheidung als "schwierige Entscheidung, Funktionen einzustellen", die getroffen wurde, "um Gmail sicher, intelligent und einfach zu bedienen zu halten". Die Änderungen betreffen alle, die über Gmail Nachrichten von Adressen gesendet haben, die nicht @gmail.com sind.
Die Einstellung umfasst drei Kernfunktionen. Die erste ist die Funktion "Senden als", die das Senden von E-Mails von externen Adressen wie geschäftlichen Pseudonymen oder Konten auf eigenen Domains ermöglichte, sodass die Nachricht so aussah, als wäre sie ursprünglich von diesen Adressen gesendet worden.
Die zweite ist Gmailify, ein Dienst, der externen Konten Gmail-Funktionen wie Spam-Filterung und intelligente Sortierung hinzufügte. Die dritte ist das Abrufen von E-Mails von externen Konten über das POP-Protokoll. Es ist wichtig zu beachten, dass diese Änderungen weder Pseudonyme für Gmail-Adressen noch die Funktion "Senden als" innerhalb von Google Workspace betreffen.
Google hat einen klaren Zeitplan festgelegt. Bereits im 3. Quartal 2026 beginnen Ankündigungen und Benachrichtigungen innerhalb der Gmail-Oberfläche für alle betroffenen Nutzer. Während der Übergangsphase vom 3. bis zum 4. Quartal 2026 werden die Funktionen weiterhin funktionieren, aber Google kann neue Konfigurationen einschränken. Die endgültige Abschaltung aller genannten Optionen folgt im Januar 2027.
Für Nutzer, die auf externe Konten angewiesen sind, bietet Google mehrere Lösungen an. Die erste Option ist die Nutzung des nativen Webmail-Dienstes oder dedizierter Apps des E-Mail-Anbieters, wie Outlook.com oder Desktop-Anwendungen wie Outlook, Thunderbird und Apple Mail.
Eine weitere Möglichkeit ist die Konfiguration eines lokalen E-Mail-Clients, der sich über IMAP oder SMTP mit dem Drittanbieterkonto verbindet und die Verwaltung mehrerer Konten an einem Ort ermöglicht. Für diejenigen mit eigener Domain empfiehlt Google den Wechsel zum kostenpflichtigen Google Workspace-Paket.
Diese Änderungen werden auch zahlreiche Nutzer in Kroatien direkt betreffen, die Gmail seit Jahren als zentrale Oberfläche für alle ihre E-Mail-Adressen nutzen, einschließlich geschäftlicher Konten auf eigenen Domains oder Adressen anderer Dienste wie Yahoo und Hotmail.