Bürgermeister von Vis von Bruder der Café-Besitzerin verprügelt
Nach Drohungen in sozialen Medien griff der 35-Jährige Hrvoje Mratinić am helllichten Tag körperlich an. Die Staatsanwaltschaft bestätigte Ermittlungen wegen mehrerer Straftaten.
Nach Drohungen in sozialen Medien griff der 35-Jährige Hrvoje Mratinić am helllichten Tag körperlich an. Die Staatsanwaltschaft bestätigte Ermittlungen wegen mehrerer Straftaten.
Die Staatsanwaltschaft in Split hat einen Haftbefehl für den 35-jährigen Mann beantragt und erhalten, der verdächtigt wird, den Bürgermeister von Vis, Hrvoje Mratinić, angegriffen zu haben. Die Nachricht wurde am Dienstag, dem 4. August 2026, von der Staatsanwaltschaft bestätigt, die angab, dass gegen den Verdächtigen wegen versuchter schwerer Körperverletzung, Sachbeschädigung und zweier Drohungen ermittelt wird.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft begann die Ereigniskette Ende Juli 2026, als der Verdächtige über einen Beitrag in einem sozialen Netzwerk Drohungen gegen Bürgermeister Mratinić aussprach. Kurz darauf, letzte Woche, kam es zu dem körperlichen Angriff an einem öffentlichen Ort im Zentrum von Vis.
Die Staatsanwaltschaft vermutet, dass der 35-Jährige den Bürgermeister mit der Absicht angriff, ihn schwer zu verletzen, wobei er ihn mehrfach gegen Kopf und Körper schlug und ihm körperliche Verletzungen zufügte. Bei dem Angriff soll er auch den Fahrrad des Bürgermeisters beschädigt und ihm erneut gedroht haben.
Nach Angaben der Slobodna Dalmacija eskalierte der Konflikt, nachdem Bürgermeister Mratinić persönlich einen Teil der Gastronomie-Terrasse, nämlich Bänke und Kissen, die ein Café seit Jahren vor dem Lokal aufgestellt hatte, entfernen ließ. Daraufhin wurde er vom Bruder der Café-Besitzerin k.o. geschlagen.
Die Meinungsverschiedenheiten zwischen der Stadtverwaltung und der Besitzerin des umstrittenen Gastronomiebetriebs bestehen seit Beginn von Mratinićs Amtszeit. Die Stadt hat mehrfach Konzerte verboten, die dieses Café organisierte, was der Eskalation des Konflikts auf der Straße vorausging.
Nach der Vernehmung beantragte die Staatsanwaltschaft in Split beim Ermittlungsrichter des Bezirksgerichts in Split die Anordnung von Untersuchungshaft. Der Grund für den Antrag ist das Risiko, dass der Verdächtige auf Zeugen Einfluss nehmen könnte, sowie die Wahrscheinlichkeit, dass er erneut Straftaten begehen könnte. Der Ermittlungsrichter akzeptierte die Argumente der Staatsanwaltschaft und ordnete die Untersuchungshaft für den 35-jährigen Verdächtigen an.