Das Interesse von Hajduk am ehemaligen Mittelfeldspieler von Rijeka, Lindon Selahi (27), wird immer konkreter, doch es scheint, dass der Deal scheitern könnte, bevor er richtig begonnen hat. Der neue Sportdirektor des polnischen Widzew Łódź, Łukasz Masłowski, der sein Amt erst am 10. August angetreten hat, erklärte, dass er keine Möglichkeit sieht, dass Selahi den Verein verlässt.
Masłowski ist entschlossen: 'Ich denke, er sollte bleiben'
Masłowski machte am Donnerstag, dem 13. August 2026, deutlich, dass Selahi ein Spieler ist, auf den er im neuen Projekt ernsthaft setzt, trotz früherer Medienberichte in Polen, dass der Verein zum Verkauf bereit sei. "Was Selahi betrifft, sehe ich derzeit keine Möglichkeit, dass dieser Spieler geht. Ganz im Gegenteil, ich denke, das ist ein Spieler, mit dem wir dieses Projekt aufbauen können, und das würde ich mir sehr wünschen. Ich werde mit dem Trainer sprechen, ich denke, er sollte bei uns bleiben und die Chance bekommen, um einen Platz in der Startelf zu kämpfen. Ich halte ihn für einen wertvollen Spieler, aber auch für einen wertvollen Menschen", sagte Masłowski.
Interessanterweise sind die Quellen sich über die Haltung des Vereins uneinig. Während Telegram.hr Masłowski zitiert, der einen Verkauf dementiert, berichtet Index.hr, dass polnische Medien behauptet hatten, Selahi sei einer der Spieler, die Widzew angeblich verkaufen wollte. Die Aussage des neuen Direktors verkompliziert das Bild nun zusätzlich.
Berater bestätigt: Hajduk hat mehrfach angerufen
Selahis Berater Adrian Aliaj bestätigte, dass die Kontakte zum Verein aus Split real waren, verriet aber auch das Haupthindernis. "Hajduk hat mich mehrfach angerufen, und wir haben über eine mögliche Ausleihe gesprochen. Gonzalo García hat mit Selahi bei Twente gearbeitet und kennt ihn gut, aber das Problem ist das Gehalt. Hajduk muss das gesamte Gehalt übernehmen, das ist die Forderung von Widzew", erklärte Aliaj.
Zur Erinnerung: Gonzalo García ist der Trainer, der mit Selahi beim niederländischen Twente zusammengearbeitet hat, was für Hajduk ein zusätzliches Argument in den Verhandlungen war. Nach Informationen von Telegram verdient Selahi bei Widzew etwa 500.000 Euro pro Jahr, und sein Vertrag läuft noch zwei Jahre.
Von Rijeka nach Polen
Selahi wechselte im letzten Sommer als Free Agent zu Widzew, nachdem er mit Rijeka das Double gewonnen hatte. Nach Polen holte ihn der ehemalige Trainer von Rijeka, Željko Sopić, und in der vergangenen Saison absolvierte er 27 Ligaspiele für den polnischen Verein.
Es bleibt abzuwarten, ob Hajduk es schafft, Widzew von einer Ausleihe mit Übernahme des vollen Gehalts zu überzeugen, oder ob Masłowskis harte Haltung diesem Transfer endgültig die Tür verschließt.