Hajduks Hoffnungen auf einen neuen Stürmer haben einen schweren Dämpfer erhalten. Sory Diarra, der 26-jährige Nationalspieler Malis, der in den letzten Wochen intensiv mit einem Wechsel nach Split in Verbindung gebracht wurde, hat einen neuen Zweijahresvertrag beim norwegischen Zweitligisten Haugesund unterschrieben.
Der Kapitän des Klubs hat seine Zusammenarbeit bis zum Sommer 2028 verlängert, gab der Verein bekannt. Damit sind die Spekulationen über einen Transfer auf den Poljud in diesem Transferfenster praktisch beendet. Die Nachricht kam nach monatelangen Spekulationen über die Zukunft des Stürmers, und der Verein teilte auf seiner offiziellen Website mit, dass damit weitere Spekulationen darüber, wo er sich in Zukunft befinden wird, beendet seien, und betonte, dass die Antwort, wie in den letzten dreieinhalb Jahren, in der Haugesund Sparebank Arena liege.
Traumsaison: 23 Tore in 16 Spielen
Diarra spielt derzeit den Fußball seines Lebens. In den bisherigen 16 Ligaspielen hat er beeindruckende 23 Tore erzielt und sich als Schlüsselspieler und Kapitän der Mannschaft etabliert. Seine Torjägerserie erregte bereits Ende Juli die Aufmerksamkeit von Hajduk, als er laut Lika Online bei 20 Toren in nur 14 Einsätzen stand.
Geboren am 28. Februar 2000 in Mali, ist Diarra 187 Zentimeter groß und spielt auf der Position des Mittelstürmers. Er kam 2023 vom rumänischen Klub Petrolul zu Haugesund und hat insgesamt 93 Einsätze und 44 Tore für den norwegischen Klub absolviert. Seine Karriere begann er in seiner Heimat, und in der aktuellen Saison der norwegischen zweiten Liga (Obosligaen) führt er den Klub an die Tabellenspitze.
Warum blieb Hajduk leer aus?
Diarra vorheriger Vertrag lief Ende 2026 aus, was Haugesund in eine unangenehme Verhandlungsposition brachte. Der Klub wäre in diesem Sommer fast gezwungen gewesen, einen Verkauf in Betracht zu ziehen, um einen ablösefreien Verlust des Spielers zu vermeiden. Mit dem neuen Vertrag hat sich die Situation jedoch völlig gedreht. Interessierte Klubs müssen nun für einen Spieler verhandeln, der langfristig gebunden ist, was den Preis erheblich erhöht und den Transfer erschwert.
Sportdirektor von Haugesund, Kristoffer Haraldseid, betonte, dass Diarras Bedeutung weit über die Anzahl der erzielten Tore hinausgeht, und hob seine Kapitänsrolle und seinen Einfluss auf die Mannschaft hervor. Die Vertragsverlängerung präsentierte er auch als Zeichen der Ambitionen des Klubs. „Wir haben einen guten Dialog mit Sory geführt und sind glücklich, einen Kapitän zu haben, der ein großes Herz für den Verein hat. Das hat dazu beigetragen, dass wir nun eine Einigung über einen neuen Vertrag erzielt haben, der bis zum Sommer 2028 gilt. Sorys Zahlen sprechen für sich, aber als Kapitän ist er auch in vielen Bereichen wichtig, abgesehen von seiner Rolle als Führungsspieler am Spieltag. Diese Vertragsverlängerung ist auch ein Ausdruck der Ambitionen, die wir in Haugesund haben, und natürlich ist es großartig, dass diese Klarstellung nun in Kraft ist“, sagte Haraldseid.
Was nun mit Hajduks Angriff?
Die Verpflichtung von Diarra hätte wahrscheinlich das Ende der Ära von Marko Livaja auf dem Poljud bedeutet. Das Verhältnis zwischen Livaja und Trainer Gonzalo García ist nach ihrem Konflikt im Trainingslager weiterhin ungewiss. Livaja wurde kurzzeitig aus der Mannschaft entfernt und kommt nun meist von der Bank in den europäischen Spielen. Gegen Varaždin spielte er von Beginn an, vergab jedoch einen Elfmeter, der die Mannschaft vor einer Niederlage hätte bewahren können.
Der erste Stürmer in Garcías System bleibt Michele Šego, der in dieser Saison drei Tore erzielt hat. Der uruguayische Trainer schätzt seinen Lauf, seine Wiederholungsfähigkeit und seine Hingabe für das Team. Obwohl Hajduk auf dem Papier zwei qualitativ hochwertige und völlig unterschiedliche Stürmer hat, läuft das Transferfenster noch, und die Frage nach Livajas Zukunft bleibt offen. Wenn der Klub einen weiteren klassischen Stürmer verpflichten möchte, muss er eine andere Lösung suchen. Erinnern wir uns: Sportdirektor Robert Graf hatte bereits früher versucht, den Angriff zu verstärken, doch das erste Ziel Emmanuel Ekong scheiterte, nachdem bei der medizinischen Untersuchung in Split eine Knieverletzung festgestellt wurde, die eine Operation erforderte. Darüber hinaus hat die Verletzung von Roko Brajković die Notwendigkeit einer Verstärkung in der Spitze zusätzlich unterstrichen, sodass Hajduk nun die Suche an anderen Adressen intensivieren muss.