Hajduk will ehemaligen Rijeka-Star, Gehalt von 500.000 Euro blockiert Deal
Trainer Gonzalo Garcia kennt Lindon Selahi aus gemeinsamen Tagen bei Twente gut, doch Widzew verlangt die Übernahme des vollen Gehalts.
Trainer Gonzalo Garcia kennt Lindon Selahi aus gemeinsamen Tagen bei Twente gut, doch Widzew verlangt die Übernahme des vollen Gehalts.
Hajduk hat in den letzten Tagen die Kontakte erneuert, um Lindon Selahi, den ehemaligen Mittelfeldspieler von Rijeka und aktuellen albanischen Nationalspieler, zu verpflichten. Die Umsetzung des Deals stößt jedoch auf ein ernstes finanzielles Hindernis: das hohe Gehalt, das der 27-Jährige derzeit beim polnischen Klub Widzew aus Łódź bezieht.
Sein Berater Adrian Aliaj bestätigte gegenüber Index, dass es ein klares Interesse des Klubs aus Split gibt, und verriet auch das entscheidende Detail, das die Verhandlungen verlangsamt. "Hajduk hat mich mehrfach angerufen, und wir haben über eine mögliche Leihe gesprochen. Gonzalo Garcia hat mit Selahi bei Twente zusammengearbeitet und kennt ihn sehr gut, aber das Problem ist das Gehalt. Widzew verlangt, dass der aufnehmende Klub das volle Gehalt übernimmt", sagte Aliaj.
Selahis Situation beim polnischen Klub hat sich in den letzten Wochen dramatisch verändert. Obwohl er im vergangenen Sommer nach drei sehr erfolgreichen Spielzeiten bei Rijeka einen Dreijahresvertrag bei Widzew unterschrieben hat, steht er nun am Rande. In den ersten beiden Runden der neuen Saison, in denen sein Klub nur zwei Punkte holte, kam er nur auf neun Minuten Spielzeit.
Dieser Status ist ein großer Rückschritt im Vergleich zur Vorsaison, als er Stammspieler in der Startelf war. Berater Aliaj verhehlt nicht, dass sie über einen Wechsel nachdenken. "Der Spieler hat noch zwei Jahre Vertrag bei Widzew. Natürlich möchte er mehr spielen, und wir denken über andere Optionen nach, aber das Problem ist sein Vertrag, weil er ein hohes Gehalt hat. Wir werden sehen, was bis zum Ende der Transferperiode passiert", fügte er hinzu.
Einer der Hauptbefürworter dieses Transfers ist Hajduks Trainer Gonzalo Garcia, der mit Selahi beim niederländischen Klub Twente zusammengearbeitet hat. Genau diese Zusammenarbeit macht ihn zum idealen Kenner der Qualitäten des Spielers, weshalb er ihn als Verstärkung für das Mittelfeld sieht.
Selahi absolvierte im Trikot von Rijeka, zu dem er 2021 kam, 153 Pflichtspiele, erzielte neun Tore und gab vier Vorlagen. Zuvor spielte er für Willem II, Standard Lüttich und Twente, und seine fußballerische Ausbildung genoss er in der Akademie von Anderlecht. Obwohl in Belgien geboren, entschied er sich, für Albanien zu spielen, und ist seit Jahren regelmäßiger Nationalspieler.
Das Haupthindernis für die Realisierung des Transfers ist Selahis Jahresgehalt, das laut Informationen von Index etwa 500.000 Euro beträgt. Dieser Betrag liegt deutlich über dem Gehaltsrahmen, in dem sich Hajduk bewegt. Der Klub vom Poljud versucht, ein Finanzierungsmodell zu finden, das den Deal machbar macht, doch bisher ist Widzew nicht bereit, sich an der Deckung eines Teils der Bezüge seines Spielers zu beteiligen.
Sportlich gesehen scheint Selahi ein Spieler zu sein, der sich leicht in Garcias System einfügen würde. Er ist ein Mittelfeldspieler, der die Positionen des defensiven oder zentralen Mittelfelds abdecken kann, sich durch Ruhe im Ballbesitz, Spielübersicht und einen großen Aktionsradius auszeichnet. Nach dem überzeugenden Sieg gegen Žalgiris ist der Fokus bei Hajduk wieder auf den Markt gerichtet, und Selahi drängt sich als einer der klangvollsten Namen auf, die mit Poljud in Verbindung gebracht werden. Bis zum Ende der Transferperiode bleibt genug Zeit für einen Kompromiss, doch ohne Lösung der Gehaltsfrage wird der Transfer schwer umsetzbar bleiben.