Hajduk hat die neue Saison mit ernsthaften Defensivproblemen eröffnet, die in einem schockierenden Gegentor in der 95. Minute gegen Istra auf Poljud zum 2:2-Endstand gipfelten. Dieses Detail ist nicht nur ein verlorener Sieg, sondern ein Symptom eines viel tieferen Problems, das die Mannschaft von Trainer Gonzalo Garcia seit dem ersten Tag der Saison 2026 plagt.
Besorgniserregende Statistik
Die Zahlen sind unerbittlich: In sieben Pflichtspielen hat Hajduk insgesamt 12 Gegentore kassiert, was einem Durchschnitt von 1,71 Gegentoren pro Spiel entspricht. Noch alarmierender ist, dass in fünf dieser sieben Spiele, also in 71 Prozent der Fälle, die Gegner mindestens zwei Tore erzielen konnten. Die einzigen beiden Spiele, in denen das Netz sauber blieb, waren die Heimsiege mit 2:0 gegen Zilina und Pafos auf Poljud.
Chronologie der Defensivkollapse
Die Saison begann vielversprechend mit einem 2:0-Sieg gegen Zilina, doch schon im Rückspiel folgte eine 1:2-Niederlage und die ersten Warnsignale. Danach kam der erwähnte Sieg gegen Pafos, und dann der totale Zusammenbruch auf Zypern, wo Pafos mit überzeugenden 4:0 feierte. Nur wenige Tage später feierte Varazdin in der ersten Runde der SHNL einen 2:1-Erfolg. Selbst der beeindruckende 5:2-Sieg gegen Zalgiris in Vilnius blieb nicht ohne zwei Gegentore. Schließlich erzielte Istra auf Poljud zwei Tore zum Unentschieden, und das Tor von Ahmeti in der Nachspielzeit ist besonders schmerzhaft wegen der Art und Weise, wie die Abwehr im entscheidenden Moment versagte.
Der Angriff ist nicht das Problem
Interessanterweise hat Hajduk gleichzeitig keine größeren Probleme beim Toreschießen. Gegen Zalgiris erzielten sie fünf Tore, gegen Istra zwei, und jeweils zwei gegen Zilina und Pafos auf Poljud. Das Problem ist, dass die Mannschaft derzeit fast jedes Spiel drei Tore erzielen muss, um sich eines Sieges sicher zu sein. Das ist auf lange Sicht einfach nicht durchhaltbar.
Garcia vor klarer Aufgabe
Trainer Gonzalo Garcia hat nun eine sehr klare Aufgabe. Seine Mannschaft kann attraktiv spielen, Chancen kreieren und Spiele wie das in Vilnius haben, aber eine Mannschaft, die in 71 Prozent ihrer Spiele zwei oder mehr Gegentore kassiert, kann langfristig kaum Ergebnisstabilität haben. Nach der Art und Weise, wie der Sieg gegen Istra in der 95. Minute verschwand, ist diese Tatsache nicht mehr nur eine statistische Kuriosität, sondern eines der größten Probleme von Hajduk zu Beginn der Saison.