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Für Hajduk ist die Verstärkung der Abwehr das Wichtigste

Nachdem die Weißen 12 Gegentore kassiert und einen Sieg in der Nachspielzeit verschenkt haben, zeigt die Analyse, dass weder Trainer- noch Vorstandswechsel helfen werden, solange die löchrige Abwehr nicht gestopft wird.

Foto: Abigail Keenan na Unsplash
Kurz gesagt
  • Hajduk spielte 2:2 gegen Istra 1961 nach einem Gegentor in der 90.+5 Minute.
  • Der belgische Innenverteidiger Alec Van Hoorenbeeck wird wegen wiederholter Fehler als Fehlgriff bezeichnet.
  • Die Weißen haben in der bisherigen Saison bereits 12 Gegentore kassiert.
  • Trotz des Drucks für Trainer- oder Vorstandswechsel ist die Verpflichtung qualitativ hochwertiger Innenverteidiger die Priorität.

Die Frage, die sich nach dem neuesten Aussetzer von Hajduk Split aufdrängt, lautet: Ist Zvonimir Šarlija ein besserer Innenverteidiger als Alec Van Hoorenbeeck? Die Antwort auf diese Frage ist entscheidend geworden, nachdem Istra 1961 am Samstag im Poljud ein 2:2 erkämpfte und beide Gästetore auf direkte Fehler in der Abwehrreihe der Weißen zurückzuführen waren. Dukan Ahmetis Treffer in der 90.+5 Minute sorgte für neue Frustration und setzte die schwarze Serie von Abwehrfehlern fort.

Belgischer Innenverteidiger im Fokus der Kritik

Sportdirektor Robert Graf versucht, eine neue Mannschaft aufzubauen, günstiger, dynamischer und schneller. In diesem Kontext scheint die Verpflichtung von Marin Šotiček ein guter Schachzug zu sein, auch wenn er gegen Istra nicht überzeugte. Doch der Fokus liegt auf Van Hoorenbeeck, dem Belgier, den viele bereits als "Horror-Verteidiger" bezeichnet haben. Seine Fehler auf Zypern, in Varaždin und nun gegen Istra sind kein Zufall. Entweder hat er sich nicht zurechtgefunden oder er kann es einfach nicht besser.

Trainerwechsel werden die Abwehr nicht stopfen

Man kann sofort Trainer Gonzalo Garcia entlassen, kein Problem, wenn man das Geld für die Abfindung hat. Auch Präsident Ivan Bilić kann gehen, nachdem von den Rängen zum ersten Mal seit 15 Jahren der Ruf "Vorstand, geht!" erscholl, seit den Zeiten von Ćiro Blažević und der Niederlage gegen Debrecen. Aber all das ist vergeblich, wenn die Abwehr von Hajduk weiterhin so funktioniert. Garcia hat das Problem heruntergespielt und gesagt, es sei eine kollektive Herangehensweise an das Verteidigen, doch individuelle schwere Fehler sind keine Ausnahme mehr und kosten viel.

12 Gegentore: Eine Statistik, die beunruhigt

Es ist kein Zufall, dass Hajduk bisher ganze 12 Gegentore kassiert hat: zwei gegen Žilina, vier gegen Pafos (zugegeben, zwei in der regulären Spielzeit und zwei in der Verlängerung), jeweils zwei gegen Varaždin, Žalgiris und nun Istra. Die Mannschaft kann nicht darauf hoffen, dass ein erzieltes Tor für einen Sieg reicht, wenn die Abwehr wie ein "Sieb" ist, wie man in Dalmatien sagt. Zudem verfolgt Hajduk auch das Pech in den letzten Minuten: das Tor auf Zypern, das das Spiel in die Verlängerung und zum Ausscheiden führte, der verschossene Elfmeter von Marko Livaja in Varaždin und nun Ahmetis Treffer in der Nachspielzeit.

Baustelle, die ein Fundament in der Abwehr braucht

Hajduk ist weiterhin eine Baustelle. Mehr als ein Trainer- oder Präsidentenwechsel würde dem Klub eine Verstärkung der Abwehr bringen, vielleicht sogar zwei bessere Innenverteidiger, die den Konkurrenzkampf erhöhen. Es besteht die Hoffnung, dass auch der Belgier zu sich findet, angesichts des intensiven Spielrhythmus, der anhält. Hajduk hat ein aktives Ergebnis in Europa, einen Trainer, der seine Idee durchsetzt, wie auch immer sie aussieht, und einen Sportdirektor, der sich an die Arbeit gemacht hat und Spieler holt. Die Weißen erwartet die Playoff-Runde der Conference League, und obwohl sie dort vielleicht nicht Favoriten sind, können sie ihre Chance nutzen. Doch nach einem solchen Gegentor wird einem schwarz vor Augen. Dennoch ist es am wichtigsten, zuerst die Abwehr zu verstärken.

Häufige Fragen
Warum wird Alec Van Hoorenbeeck als Fehlgriff angesehen? +
Der belgische Innenverteidiger wiederholt schwere Fehler in wichtigen Spielen, einschließlich der auf Zypern, in Varaždin und gegen Istra, weshalb die Fans ihn als 'Horror-Verteidiger' bezeichnet haben.
Wie viele Gegentore hat Hajduk in der bisherigen Saison kassiert? +
Hajduk hat in allen Wettbewerben bisher insgesamt 12 Gegentore kassiert.
Was war zum ersten Mal seit 15 Jahren von den Rängen des Poljud zu hören? +
Ein Teil des Publikums skandierte 'Vorstand, geht!', was es seit den Zeiten, als Ćiro Blažević die Mannschaft trainierte und gegen Debrecen verlor, nicht mehr gegeben hatte.
Was ist laut dem Autor des Artikels für Hajduk entscheidend? +
Entscheidend ist, die Abwehr zu verstärken, möglichst mit zwei neuen Innenverteidigern, denn ohne das werden weder Trainer- noch Vorstandswechsel Fortschritt bringen.

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