Die serbische Hackergruppe INF Gruppe hat auf Hackerforen und im Darknet eine Datenbank mit persönlichen Daten von 86.000 kroatischen Bürgern veröffentlicht, wie tportal berichtet. Die Hacker behaupten, dass die Informationen aus dem kroatischen Justizsystem stammen, obwohl es dafür noch keine offizielle Bestätigung der zuständigen Behörden gibt.
Was befindet sich in der veröffentlichten Datenbank?
Nach Angaben der INF Gruppe enthält die Datenbank äußerst sensible Daten: Vor- und Nachnamen der Bürger, persönliche Identifikationsnummern (OIB), Geburtsdaten sowie eindeutige Personenkennzahlen (JMBG). Die Gruppe gibt an, zuvor über etwa 60.000 Datensätze verfügt zu haben, und nun seien weitere 26.000 neue Datensätze hinzugekommen.
Veröffentlichung als Racheakt
Als Motiv für die kostenlose Veröffentlichung der Daten nennen die Hacker Rache für die Festnahme eines 33-jährigen serbischen Staatsbürgers. Dieser wurde Anfang August 2026 von den kroatischen Behörden unter dem Verdacht des unbefugten Eindringens in Computersysteme und Websites kroatischer staatlicher Stellen und anderer juristischer Personen festgenommen. In den Medien wurde der Verdächtige mit einer Reihe von Hackerangriffen auf kroatische Institutionen in Verbindung gebracht.
Interessanterweise weist die INF Gruppe jegliche Verbindung zu dem festgenommenen Mann zurück und behauptet, er sei kein Mitglied und habe nichts mit ihren Aktivitäten zu tun. Trotzdem nutzten sie seine Festnahme als Anlass für eine neue Veröffentlichung.
Die Drohungen gehen weiter
In ihrer Veröffentlichung erklärte die Hackergruppe, dass sie weiterhin aktiv sei und kündigte neue Angriffe an. Die INF Gruppe wurde in den letzten Monaten mit mehreren Cyberangriffen auf kroatische Institutionen und Organisationen in Verbindung gebracht, wobei sie die Verantwortung für einzelne Vorfälle übernahm und diese mit politischen und anti-kroatischen Botschaften begleitete.
Keine offizielle Bestätigung über die Quelle des Lecks
Obwohl die Hacker behaupten, dass die Daten aus dem kroatischen Justizsystem stammen, gibt es bisher keine offizielle Bestätigung der kroatischen Institutionen, dass das Leck tatsächlich auf diese Weise erfolgt ist. Daher sollten die Behauptungen der INF Gruppe mit Vorsicht betrachtet werden.