Die Kroatische Gesellschaft der Filmschaffenden (HDFD) gab am Montag bekannt, dass "Gott wird nicht helfen" von Regisseurin Hana Jušić Kroatien im Rennen um den 41. Goya-Preis vertreten wird. Es handelt sich um die wichtigste spanische Filmauszeichnung; die Produktion verantwortet Kinorama zusammen mit Partnern aus Italien, Rumänien, Griechenland, Frankreich und Slowenien.
Die Kandidatur bedeutet den Eintritt in das Auswahlverfahren für die Kategorie des besten europäischen Films, die seit 1992 von der Spanischen Akademie der Filmkunst und -wissenschaft vergeben wird. Diese Kategorie ist für Filmwerke reserviert, die außerhalb Spaniens entstanden sind.
Handlung auf einem abgelegenen Berg
Der Film spielt zu Beginn des 20. Jahrhunderts in einer abgelegenen Hirtenge-meinschaft auf der Dinara. Die Protagonistin Teresa kommt aus Chile und behauptet, ihr Ehemann, der Bruder des Dorfältesten, sei in einer dortigen Mine ums Leben gekommen. Ihre Ankunft bringt die strengen Beziehungen innerhalb der Gemeinschaft durcheinander, eröffnet aber gleichzeitig Raum für Veränderung und persönliche Freiheit.
Auszeichnungen von Locarno bis Pula
Die Weltpremiere fand beim 78. Internationalen Filmfestival von Locarno statt, wo Manuela Martelli und Ana Marija Veselčić den Leoparden für die beste schauspielerische Leistung im Hauptwettbewerb gewannen. Beim Sarajevo Film Festival erhielt der Film den Sonderpreis zur Förderung der Geschlechtergleichstellung und wurde auch in Thessaloniki, Sofia, Busan und Vancouver sowie auf zahlreichen weiteren Festivals gezeigt.
Das heimische Publikum ehrte ihn beim 73. Pula Film Festival: Jana Plećaš erhielt die Goldene Arena für die Kamera, und Stavros Evangelou, Iris Asimakopoulou und Vasilis Chontos für die Musik. Ana Marija Veselčić wurde für ihre Rolle der Milena zudem mit dem Breza-Preis als beste Debütantin ausgezeichnet.
Zweite kroatische Nominierung in drei Jahren
Kroatien hatte bereits einen Film in der Goya-Nominierung: "Sigurno mjesto" von Juraj Lerotić war 2024 in derselben Kategorie nominiert. Der Goya wird seit 1987 verliehen und wird oft als spanischer Oscar bezeichnet.
Die Verleihung des 41. Goya-Preises ist für Februar 2027 in Madrid geplant.