Die HDZ hat am Mittwoch, dem 12. August 2026, die Oppositionsparteien Možemo! und SDP scharf kritisiert, weil sie ihrer Ansicht nach auf den Fall der Verschmutzung in Poznanovec überhaupt nicht reagieren. In einem Facebook-Post stellte sie die Frage, warum die Koordinatorin von Možemo!, Sandra Benčić, und der SDP-Vorsitzende Siniša Hajdaš Dončić keine Rücktritte fordern oder eine öffentliche Anhörung der an dem Umweltvorfall beteiligten Akteure verlangen.
"Warum hört man von der Opposition kein einziges Wort über die Umweltbombe in Poznanovec?", fragte die HDZ in ihrem Facebook-Post. Die Antwort auf ihre eigene Frage lieferte sie sogleich selbst: Sie sei der Ansicht, dass der Grund für das Ausbleiben einer Reaktion die Tatsache sei, dass es sich um die Gespanschaft Krapina-Zagorje handle.
'Absolute Macht der SDP und Parteikader'
Die HDZ behauptet, dass die SDP in dieser Gespanschaft "seit langem die absolute Macht innehat, in der ein SDP-Bezirksbeamter bereits wegen Fälschung offizieller Dokumente bei der Erteilung einer Genehmigung zur Abfallentsorgung verurteilt wurde, in der Parteikader mit dem berüchtigten Ehepaar Šincek Geschäfte machten". Dabei beschreibt sie den gesamten Fall als Beispiel für "die Kontamination der SDP, das kriminelle Gen und die toxische Umarmung", wobei sie, wie sie angibt, den Oppositionsnarrativ paraphrasiert.
In dem Beitrag wird weiterhin betont, dass Sandra Benčić aus Poznanovec, also aus der Gemeinde Bedekovčina, stamme, in der bis 2025 die SDP an der Macht war. Die Botschaft endete mit "Fortsetzung folgt" (to be continued), was darauf hindeutet, dass sie mit den Vorwürfen fortfahren wird.
Gospić als Gegenpol: Plenković sagt 'keine Panik'
Die Vorwürfe gegen die Opposition kommen zu einem Zeitpunkt, da die Oppositionsparteien scharf auf einen ganz anderen Umweltfall reagieren, nämlich auf den illegal entsorgten gefährlichen Abfall in Gospić. Die Opposition forderte die sofortige Einleitung der Sanierung, die Einberufung einer außerordentlichen Sitzung des Kroatischen Parlaments und die Abwahl der Regierung. Die Vorsitzende des Parlamentsausschusses für Umweltschutz und Natur, Dušica Radojčić von Možemo!, hat für Freitag eine thematische Sitzung des Ausschusses einberufen, die genau in Gospić stattfinden wird.
Ministerpräsident Andrej Plenković reagierte auf die Kritik über Twitter und erklärte, dass die kroatische Regierung die Situation mit dem Abfall in Gospić ernst und verantwortungsvoll angehe. Er beschuldigte die Opposition, Panik zu verbreiten. "Wir werden den Sanierungsprozess für insgesamt 37.000 Tonnen Abfall beschleunigen", schrieb Plenković und fügte hinzu, dass alle, die Straftaten begangen haben, zur Verantwortung gezogen werden und dass der Staat auch die Erstattung der finanziellen Mittel für die Sanierung verlangen werde.
Unter Berufung auf Messungen des Kroatischen Instituts für öffentliche Gesundheit (HZJZ) betonte der Premierminister, dass es keine Gefahr für das Trinkwasser in der Lika gebe und dass die Öffentlichkeit regelmäßig über die Wasserqualität informiert werde. "So wie wir bisher Probleme im Zusammenhang mit verschiedenen Arten von Abfall gelöst haben, werden sich auch beim Thema Abfall in Gospić alle maximal engagieren, aber ruhig, rational, ernsthaft, fachkundig und verantwortungsvoll, ohne Hysterie, Panik und Drama", sagte Plenković und fügte hinzu, dass die Koalition stabil sei und die Initiative der Opposition zur Abwahl der Regierung wie viele zuvor enden werde.