HGSS im Sommer drei bis vier Mal täglich im Einsatz, Flip-Flops sind ein Mythos
Petar Prpić von HGSS verrät, dass 75 Prozent der Geretteten kroatische Staatsbürger sind, nicht Touristen in ungeeignetem Schuhwerk, wie allgemein angenommen wird.
Petar Prpić von HGSS verrät, dass 75 Prozent der Geretteten kroatische Staatsbürger sind, nicht Touristen in ungeeignetem Schuhwerk, wie allgemein angenommen wird.
Die Kroatische Bergrettung (HGSS) hat während der Sommermonate keine Verschnaufpause. Täglich verzeichnen sie durchschnittlich drei bis vier Einsätze, und selten vergeht ein Tag, an dem nicht eine ihrer Einheiten ausrücken muss.
Petar Prpić von HGSS erklärte im Gespräch mit Studio 4 des HRT, dass die Zahl der Einsätze von Jahr zu Jahr allmählich zunimmt. Als Hauptgründe nennt er den zunehmenden Touristenstrom nach Kroatien sowie die Tatsache, dass immer mehr Menschen in die Natur gehen, einschließlich nicht urbanisierter und schwer zugänglicher Gebiete.
Folglich wird in den Bergen auch eine höhere Zahl von Unfällen verzeichnet.
Im öffentlichen Diskurs werden oft Ausländer erwähnt, die in Flip-Flops auf kroatische Berge steigen, doch die Daten erzählen eine andere Geschichte.
"Die öffentliche Wahrnehmung ist, dass es sich meist um Ausländer in Flip-Flops handelt, aber die Zahlen sagen etwas anderes. 75 Prozent der von der HGSS Geretteten sind kroatische Staatsbürger. Flip-Flops sind ein urbaner Mythos. Natürlich gibt es immer Dinge, die uns überraschen, aber sie machen weniger als ein Prozent aus", sagte Prpić für Studio 4 des HRT.
In Wirklichkeit helfen sie am häufigsten Ausflüglern, die unzureichend vorbereitet in die Wildnis gehen, ohne Wasser, mit leerem Handy-Akku oder in ungeeigneter Kleidung und Schuhen.
Prpić betont, dass es vor dem Gang in die Natur unbedingt notwendig ist, sich gut vorzubereiten, um die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls zu verringern.