Der kroatische Klubfußball hinkt auf der europäischen Bühne immer weiter hinterher, und es ist schwer, einen Hauptgrund zu finden, denn es gibt mehrere. Obwohl Kroatien in den meisten Spielzeiten vier, manchmal sogar fünf Vertreter in den Qualifikationsrunden hatte, sind die Ergebnisse verheerend, in den letzten 15 Jahren schafften nur zwei verschiedene Klubs den Einzug in die Hauptphasen europäischer Wettbewerbe.
Dinamo dominiert, Rijeka als einzige Begleitung
Fast die gesamte Last, den kroatischen Koeffizienten auf ernsthaften europäischen Bühnen zu sammeln, lag auf Dinamo, das in diesem Zeitraum für satte 90 Prozent der Punkte verantwortlich war. Die restlichen 10 Prozent entfallen auf Rijeka, während die anderen Klubs völlig unsichtbar blieben, als es am nötigsten war.
Conference League als vertane Chance
Die Einführung der Conference League, des dritten europäischen Wettbewerbs, vor fünf Spielzeiten sollte die ideale Gelegenheit für kroatische Klubs sein. Die Auslosungen waren ihnen mehrfach wohlgesonnen, und auf dem Weg standen Gegner ähnlicher fußballerischer Klasse. Doch weder Hajduk noch Osijek nutzten diese Chancen und ließen das, was die Večernji list als "eine Million" Gelegenheiten gegen Klubs aus Albanien, Aserbaidschan, der Slowakei und anderen Nationen beschreibt, ungenutzt verstreichen.
Hajduk und Osijek unter der Lupe
Hajduk sticht in dieser Geschichte als der größte "Bösewicht" hervor, dicht gefolgt von Osijek. Beide Klubs hatten in der Ära der Conference League zahlreiche günstige Umstände, doch keiner schaffte den entscheidenden Schritt, um sich Dinamo und Rijeka in den Hauptphasen der Wettbewerbe anzuschließen. Genau dieses Ausbleiben von Ergebnissen ist ein Schlüsselfaktor für das zunehmende Zurückfallen der HNL auf der europäischen Rangliste.