Die vom Iran unterstützten jemenitischen Huthi-Rebellen haben am Sonntag, dem 9. August 2026, einen Angriff auf eine saudische Ölraffinerie an der Küste des Roten Meeres angekündigt. Der Militärsprecher der Gruppe, Yahya Saree, erklärte, die Huthi hätten "die Aramco-Raffinerie", den saudischen Ölgiganten, in der Stadt Dschazan im Südwesten des Landes "erfolgreich ins Visier genommen".
Laut Sarees auf der Plattform X veröffentlichten Worten wurde der Angriff mit einer Drohne durchgeführt und stellte einen "Präzisionsschlag" dar. Er fügte hinzu, die Aktion sei als Reaktion auf saudische Einfälle in das Gebiet im Nordwesten Jemens erfolgt. Dies ist die jüngste Eskalation in einem Konflikt, der sich in den letzten Monaten intensiviert hat.
Brand gelöscht, keine Verletzten
Das saudische Energieministerium gab eine Erklärung heraus, in der es bestätigte, dass auf dem Gelände der Raffinerie ein Feuer ausgebrochen war, ohne jedoch dessen Ursache zu nennen. "Die Feuerwehrteams von Aramco haben das Feuer, das im Morgengrauen ausbrach, gelöscht, ohne Verletzte", heißt es in der offiziellen Erklärung des Ministeriums.
Die Raffinerie in Dschazan war bereits im letzten Monat, im Juli 2026, Ziel eines Huthi-Angriffs. Der damalige Angriff markierte die Rückkehr der Feindseligkeiten nach einer 2022 erzielten Waffenruhe, die den jahrelangen Bürgerkrieg im Jemen unterbrochen hatte.
Regionaler Konflikt weitet sich aus
Die Wiederaufnahme der Feindseligkeiten im Jemen ist Teil eines größeren regionalen Flächenbrandes, der nach dem Krieg zwischen den USA und Israel mit dem Iran folgte, der im Februar 2026 begann. Ende Juli 2026 kündigten die Huthi eine Blockade saudischer Schiffe im Roten Meer an, einem entscheidenden Seekorridor für den Energietransport.
Die Bedeutung des Roten Meeres ist weiter gestiegen, seit der Iran die Straße von Hormus blockiert hat. In diesem Zusammenhang stellen Angriffe auf saudische Infrastruktur und Bedrohungen der Schifffahrt einen erheblichen Druck auf die globalen Ölversorgungsketten dar. In einer separaten, aber damit verbundenen Entwicklung wurden am Donnerstag mindestens 58 Soldaten der Regierungstruppen bei einem Angriff auf ein Militärlager im zentralen Jemen getötet.
Saudi-Arabien, das in dem Konflikt die international anerkannte jemenitische Regierung unterstützt, bemüht sich, seine Sicherheitsallianzen zu stärken. Am Freitag unterzeichnete es einen gegenseitigen Verteidigungspakt mit Pakistan und der Türkei, was auf eine weitere Verschärfung der Beziehungen und Vorbereitungen auf eine mögliche langfristige Instabilität in der Region hindeutet.