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HPK fordert dringende Maßnahmen

Die kroatische Landwirtschaftskammer hat alle Betriebe aufgefordert, sich unverzüglich an die Biosicherheitsmaßnahmen zu halten, und betont, dass dies der einzige Schutz vor einer Krankheit ist, die die Schweinehaltung bereits im dritten Jahr bedroht.

Foto: Wikipedia (Veterina)
Kurz gesagt
  • Die HPK hat am 10. August 2026 alle Betriebe aufgefordert, sich unverzüglich an die Biosicherheitsmaßnahmen gegen die Afrikanische Schweinepest zu halten.
  • HPK-Präsident Željko Mihelić warnte vor gefährlichen Fehlinformationen in sozialen Medien, die die Existenz der Krankheit leugnen.
  • Für die Bekämpfung der Krankheit, die die Schweinehaltung bereits im dritten Jahr bedroht, sind alle Beteiligten im System verantwortlich, nicht nur die Züchter.
  • Es gibt weder einen Impfstoff noch ein Medikament gegen ASP, daher ist der einzige Schutz die strikte Umsetzung der gesetzlichen Maßnahmen.

Die kroatische Landwirtschaftskammer (HPK) hat am Montag, dem 10. August 2026, einen dringenden Appell an alle landwirtschaftlichen Betriebe gerichtet, die Schweine halten, sich ausnahmslos und unverzüglich an die gesetzlich vorgeschriebenen Biosicherheitsmaßnahmen zu halten. Die Afrikanische Schweinepest (ASP) stellt bereits im dritten Jahr eine der größten Bedrohungen für die kroatische Schweinehaltung dar, und die Kammer betont, dass es sich um eine äußerst gefährliche Infektionskrankheit handelt, für die es weder einen Impfstoff noch eine wirksame Behandlung gibt.

Die HPK appellierte insbesondere an die Betriebe, die ihre Anlagen und die Art der Schweinehaltung noch nicht an die vorgeschriebenen Mindestanforderungen an die Biosicherheit angepasst haben, dies sofort zu tun. "Dieser Appell ist keine Aufforderung, einen Schuldigen zu suchen, und bedeutet auch nicht, dass die HPK den kroatischen Schweinehaltern die Verantwortung für die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest zuschreibt", betonte die Kammer.

Sorge um Fehlinformationen in sozialen Medien

Der Präsident der HPK, Željko Mihelić, äußerte besondere Besorgnis über die wachsende Zahl von Beiträgen in sozialen Medien, die falsche Informationen verbreiten. "Mit besonderer Sorge verfolgen wir die immer häufigeren Beiträge in sozialen Medien, in denen Einzelpersonen ohne fachliche Grundlage die Existenz der Afrikanischen Schweinepest leugnen oder behaupten, dass gesunde Schweine ohne triftigen Grund getötet werden", erklärte Mihelić. Er betonte, dass solche Botschaften Zweifel hervorrufen, die Züchter verunsichern und dazu führen können, dass wichtige Schutzmaßnahmen ignoriert werden.

Mihelić appellierte an alle Landwirte, den Schutz ihrer Betriebe nicht auf unbestätigte Informationen zu stützen, sondern ausschließlich auf die Anweisungen der Veterinärmedizin und die gesetzlich festgelegten Biosicherheitsmaßnahmen.

Verantwortung aller Beteiligten im System

Die HPK betonte, dass die erfolgreiche Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest nur möglich ist, wenn jeder Beteiligte im System seine Pflichten verantwortungsbewusst erfüllt. Sie wies darauf hin, dass die Verantwortung nicht nur bei den Schweinehaltern liegt, sondern auch bei Jagdberechtigten, Jägern, der Veterinärmedizin, den zuständigen Behörden, Transportunternehmen, Forstarbeitern und allen Personen, die mit dem Virus in Kontakt kommen können.

Ein besonderer Appell richtete sich an alle, die mit Wildschweinen in Kontakt kommen. Vor dem Betreten von Betrieben, in denen Schweine gehalten werden, müssen sie unbedingt Schuhe, Kleidung, Ausrüstung und Fahrzeuge desinfizieren und die vorgeschriebenen Biosicherheitsmaßnahmen konsequent einhalten.

"Die Afrikanische Schweinepest werden wir nicht besiegen, indem wir gegenseitig den Schuldigen suchen. Wir werden sie nur besiegen, wenn jeder von uns verantwortungsbewusst das tut, was seine gesetzliche und berufliche Pflicht ist", schloss Mihelić.
Häufige Fragen
Was ist die Afrikanische Schweinepest? +
Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine äußerst gefährliche Infektionskrankheit bei Schweinen, für die es weder einen Impfstoff noch eine wirksame Behandlung gibt. Der einzige Schutz ist die konsequente Umsetzung von Biosicherheitsmaßnahmen.
An wen richtet sich der Appell der kroatischen Landwirtschaftskammer? +
Der Appell richtet sich an alle landwirtschaftlichen Betriebe, die Schweine halten, insbesondere an diejenigen, die ihre Anlagen noch nicht an die vorgeschriebenen Biosicherheitsanforderungen angepasst haben, aber auch an alle Personen, die mit Wildschweinen in Kontakt kommen.
Warum ist die HPK über Beiträge in sozialen Medien besorgt? +
Die HPK ist besorgt, weil Einzelpersonen in sozialen Medien die Existenz der Krankheit leugnen oder behaupten, dass gesunde Schweine ohne Grund getötet werden, was Misstrauen erzeugt und zur Vernachlässigung von Biosicherheitsmaßnahmen führen kann.
Wer trägt die Verantwortung für die Bekämpfung der ASP? +
Die Verantwortung tragen alle Beteiligten im System: Schweinehalter, Jagdberechtigte, Jäger, die Veterinärmedizin, zuständige Behörden, Transportunternehmen, Forstarbeiter und alle Personen, die mit dem Virus in Kontakt kommen können.

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