Nach Informationen von Dnevno.hr hat die slowenische Polizei einen 51-jährigen kroatischen Staatsbürger festgenommen, dem fünf schwere Einbrüche und Einbruchsversuche zur Last gelegt werden, die mit Angriffen auf Geldautomaten im Bereich der Polizeidirektion Koper in Verbindung stehen. Die Festnahme erfolgte in der Nacht zum 6. Juli 2026, als Polizisten ihn während einer Streife dabei beobachteten, wie er versuchte, einen Geldautomaten in einem Geschäfts- und Wohngebäude in Senožeče, unweit von Koper, auszurauben.
Fluchtversuch, auf einer Wiese gestellt
Nach dem Eintreffen der Polizei ließ der Verdächtige von seinem Raubversuch ab und versuchte zu fliehen, doch die Polizisten holten ihn bald auf einer nahe gelegenen Wiese ein und nahmen ihn fest. Bei der Durchsuchung wurde bei ihm ein improvisierter Sprengsatz gefunden, der aus militärischem Sprengstoff und einem Zünder bestand und aktivierungsbereit war. Nach der Festnahme wurde der Mann in Gewahrsam genommen und in Untersuchungshaft gebracht.
Die Ermittler in Slowenien glauben, dass er allein handelte und seine Angriffe sorgfältig geplant hatte. Er kam mit Mietwagen nach Slowenien und wählte für seine Ziele hauptsächlich Geldautomaten an abgelegenen Orten, oft in kleineren Ortschaften nahe der Grenze, um nach dem Angriff schnell fliehen zu können.
Von fünf Versuchen nur einmal erfolgreich
Von den fünf Fällen, die ihm die Polizei vorwirft, gelang es ihm nur in einem Fall, Geld zu stehlen. In Bertoki gelang es ihm, einen Geldautomaten mit einer Explosion zu öffnen und einen Teil des Geldes zu entwenden. In den übrigen vier Fällen, einschließlich des in Senožeče, gelangte er nicht an das Geld, aber die Explosionen verursachten Sachschäden an den Geldautomaten, Fassaden und Fenstern benachbarter Gebäude.
Die Ermittler stellten außerdem fest, dass der Verdächtige die sogenannte "Black-Box"-Methode anwendete. Diese Angriffsmethode beinhaltet die Verwendung von Computerausrüstung, um physisch auf das interne System des Geldautomaten zuzugreifen, die Sicherheitssoftware zu umgehen und einen direkten Befehl zur Geldausgabe zu erteilen. Die Polizei führt die Ermittlungen weiter, um alle Details der Angriffe und eine mögliche Beteiligung des Verdächtigen an anderen Straftaten zu klären.