Während Kroatien seine neuen Weltmeister feiert, die U16-Wasserballnationalmannschaft, die in Zagreb die Goldmedaille gewann, rückte eine unglaubliche Kontroverse um die Organisation des Turniers selbst in den Vordergrund. Der Weltverband World Aquatics hatte im Protokoll der Abschlusszeremonie das Abspielen der kroatischen Hymne überhaupt nicht eingeplant.
Reaktion des HVS verhinderte diplomatischen Skandal
Nachdem den jungen Nationalspielern die Goldmedaillen und der Siegerpokal überreicht worden waren, war die Aufführung der 'Lijepa naša' nicht vorgesehen. Dieses Versäumnis löste eine sofortige und scharfe Reaktion der Verantwortlichen des Kroatischen Wasserballverbands (HVS) aus.
Der HVS machte unmissverständlich klar, dass Kroatien als Weltmeister seine Hymne am Ende des Wettbewerbs einfach haben müsse. Ihre Intervention war erfolgreich, und die 'Lijepa naša' wurde schließlich doch gespielt, sodass die jungen Wasserballer ihren Titel gebührend feiern konnten, mit den Klängen der Nationalhymne vor heimischem Publikum.
Namenlos: 'Weiße' und 'Blaue' statt Kroatien und Spanien
Doch die Kontroversen um das Protokoll enden hier nicht. Sportnachrichten berichten, dass die offiziellen Stadionsprecher während des gesamten Turniers die Mannschaften nicht mit ihren Namen vorstellen durften. Im Finale gegen Spanien, das am 9. August 2026 ausgetragen wurde, wurde nicht angekündigt, dass Kroatien und Spanien spielen. Stattdessen wurden die Teams als 'Weiße' und 'Blaue' vorgestellt.
Diese ungewöhnliche Praxis galt auch für die offiziellen Live-Streams von World Aquatics, wo die Kommentatoren ebenfalls die Anweisung erhielten, ausschließlich die Bezeichnungen nach den Trikotfarben zu verwenden. Eine weitere Ungereimtheit ist die Tatsache, dass an den letzten beiden Turniertagen vor den Spielen überhaupt keine Nationalhymnen gespielt wurden.
Gespan Pezo gratuliert den goldenen Jugašis
Trotz der organisatorischen Versäumnisse ist der sportliche Erfolg unbestritten. Kroatien 'marschierte' durch das Turnier, das vom 3. bis 9. August in Zagreb stattfand, und am Gewinn des Goldes hatten auch vier Spieler des Dubrovniker Vereins Jug Adriatic osiguranje maßgeblichen Anteil: Luko Vezilić, Roko Koncul, Petar Lončarić und Vlaho Rajčević.
Aus diesem Anlass richtete der Gespan der Gespanschaft Dubrovnik-Neretva, Blaž Pezo, am 10. August 2026 eine Glückwunschbotschaft an sie. "Unsere Jungs sind durch die Gruppe 'marschiert' und haben bei jedem Schritt des Turniers gezeigt und bewiesen, warum Kroatien die Wiege des Wasserballs ist", sagte Gespan Pezo und fügte hinzu, dass ganz Kroatien zu Recht gefeiert habe und es "alles, aber keine Kleinigkeit" sei, ein solches Quartett aus seiner Gespanschaft zu haben.
Glückwünsche richtete er auch an den Trainer Bruno Sabioni und den gesamten Kroatischen Wasserballverband.