Kroatien hat Ende 2025 einen neuen automobilen Meilenstein erreicht. Nach Angaben des Staatlichen Statistikamtes (DZS) stieg die Zahl der registrierten Personenkraftwagen auf 2.058.313, was das erste Mal ist, dass diese Zahl die psychologische Grenze von zwei Millionen überschritten hat. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Anstieg von 3,6 Prozent.
Wenn man zu dieser Statistik alle anderen Kategorien hinzurechnet, einschließlich Motorräder, Lastkraftwagen, Busse und Traktoren, erreichte die Gesamtzahl der registrierten Straßenfahrzeuge in Kroatien beeindruckende 2.768.475. Diese Zahl stieg in nur einem Jahr um 3,9 Prozent, was ein kontinuierliches Wachstum des Fahrzeugbestands belegt.
Bürger besitzen den Löwenanteil der Fahrzeuge
Eine Analyse des Eigentums zeigt, dass Kroatien weiterhin ein Land der individuellen Fahrer ist. Von der Gesamtzahl der Personenkraftwagen befinden sich fast 1,785 Millionen in den Händen von Privatpersonen. Auf der anderen Seite sind etwas mehr als 273.000 Fahrzeuge auf juristische Personen, also Unternehmen und Institutionen, registriert.
Fast 160.000 Fahrzeuge erstmals auf den Straßen
Im Jahr 2025 wurden zudem 159.093 Erstzulassungen von Personenkraftwagen verzeichnet, was 3,1 Prozent mehr als im Vorjahr ist. Die vom CVH veröffentlichten Daten zeigen, dass in diese Zahl sowohl brandneue als auch gebrauchte Autos einbezogen sind, die erstmals in das kroatische Zulassungssystem aufgenommen wurden.
Obwohl die Zahl der Erstzulassungen stark steigt, deuten die Daten auf einen wichtigen Trend hin: Gebrauchtfahrzeuge machen weiterhin einen sehr großen Anteil der neu hinzugekommenen Autos auf dem heimischen Markt aus. Das bedeutet, dass trotz der Rekordzahl an Zulassungen das Durchschnittsalter des kroatischen Fahrzeugbestands hoch bleibt.
Mehr Autos, aber kein modernerer Fahrzeugbestand
Diese Daten bestätigen, wie stark Kroatien auf das Privatauto angewiesen ist. Die Einwohnerzahl wächst bei weitem nicht so schnell wie die Zahl der Fahrzeuge, weshalb das Auto in weiten Teilen des Landes für alltägliche Verpflichtungen wie den Weg zur Arbeit, zur Schule oder zum Einkaufen nahezu unverzichtbar bleibt.
Gleichzeitig weisen die Daten auf die andere Seite der Medaille hin. Obwohl es immer mehr Autos gibt, bedeuten die Rekordzahlen bei den Zulassungen nicht automatisch auch einen moderneren Fahrzeugbestand. Der große Anteil gebrauchter Fahrzeuge unter den Erstzulassungen deutet darauf hin, dass das Alter der Flotte nicht proportional zum Anstieg der Autos auf den Straßen sinkt.