Kroatien am unteren Ende der EU bei Bildungsausgaben
Laut Eurostat-Daten für 2022 gibt Kroatien nur 3,05 Prozent des BIP für Bildung aus, deutlich unter dem EU-Durchschnitt von etwa fünf Prozent.
Laut Eurostat-Daten für 2022 gibt Kroatien nur 3,05 Prozent des BIP für Bildung aus, deutlich unter dem EU-Durchschnitt von etwa fünf Prozent.
Nach Angaben von Eurostat machten die Ausgaben für Bildung in der Europäischen Union, vom Kindergarten bis zur Universität, im Jahr 2023 4,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) aus. Dies entspricht dem Niveau des Vorjahres, und das EU-Statistikamt merkt an, dass sich das Niveau der Bildungsinvestitionen im Laufe der Zeit nur sehr langsam verändert.
Die höchsten Investitionen unter den EU-Mitgliedstaaten tätigte Schweden mit 6,8 Prozent des BIP. Es folgen Finnland mit 6,3 Prozent und Belgien mit 6,2 Prozent. Rumänien lag mit nur drei Prozent des BIP am Ende der Skala, knapp darüber liegen Griechenland mit 3,3 Prozent und Malta mit drei Prozent.
Kroatien liegt am unteren Ende der EU-Skala bei den Bildungsausgaben als Anteil am BIP. Obwohl für 2023 noch keine endgültigen Daten vorliegen, betrug die Quote im Jahr 2022 3,05 Prozent des BIP, was zusammen mit Rumänien das unterste Ende der Skala darstellt. Der erste Eurostat-Datenpunkt für Kroatien stammt aus dem Jahr 2016, als die Ausgabenquote bei 3,25 Prozent des BIP lag. Danach folgte ein allmählicher Anstieg, wobei der höchste Wert im Jahr 2020 mit 3,8 Prozent erreicht wurde. Anschließend fiel dieser Prozentsatz auf 3,48 Prozent im Jahr 2021 und auf die bereits erwähnten 3,05 Prozent im Jahr 2022. Unabhängig davon liegt dieses Niveau stets unter dem EU-Durchschnitt von etwa fünf Prozent.
Slowenien schneidet durchweg besser ab als Kroatien und bewegt sich mit seinen Investitionen nahe am europäischen Durchschnitt. Im Jahr 2023 betrug dieser Anteil 4,82 Prozent des BIP. Bei den großen europäischen Volkswirtschaften verzeichnete Italien 4,06 Prozent, Spanien 4,34 Prozent und Frankreich 5,26 Prozent. Die Niederlande geben seit vielen Jahren mehr als fünf Prozent des BIP für Bildung aus, während Deutschland etwa auf dem Niveau des EU-Durchschnitts liegt.
In der EU betrugen die Bildungsausgaben im Jahr 2020 fünf Prozent des BIP, was 0,3 Prozentpunkte mehr als im Jahr 2023 war. Genau im Jahr 2020 war der Anteil der Bildungsausgaben am BIP am höchsten seit Beginn der systematischen Erfassung dieses Indikators im Jahr 2012.