Kroatien wird im Jahr 2027 insgesamt 11 Millionen Euro für die Organisation internationaler Sportwettbewerbe bereitstellen. Das Ministerium für Tourismus und Sport hat bereits einen öffentlichen Aufruf im Wert von 4,1 Millionen Euro ausgeschrieben, der sich an Veranstalter von Events richtet, die die Sichtbarkeit des Landes auf der europäischen und weltweiten Sportbühne erhöhen können. Bewerbungen sind bis zum 11. September möglich.
Geld für bekannte Events und neue Projekte
Die restlichen fast sieben Millionen Euro des Gesamtbetrags sind für bereits bekannte Wettbewerbe vorgesehen, die 2027 stattfinden werden. Darunter stechen die Weltmeisterschaften im Rallye- und Hindernislauf, die Jugend-Sportspiele sowie die Weltmeisterschaft der Elektro-Gleiter E1 Series hervor. Der Minister für Tourismus und Sport, Tonči Glavina, betonte, dass die Mittel mit dem Ziel einer stärkeren Promotion Kroatiens vergeben werden.
Sport als Instrument zur Verlängerung der Tourismussaison
Der Staat erwartet von diesen Investitionen konkrete wirtschaftliche Effekte, vor allem höhere Tourismausgaben und eine Verlängerung der Saison über die Sommermonate hinaus. Die Regierung hat in ihrer bisherigen Amtszeit rund 250 internationale Sportwettbewerbe mit fast 80 Millionen Euro unterstützt, was darauf hindeutet, dass große Wettbewerbe zunehmend als Teil der staatlichen Tourismusförderung behandelt werden, nicht nur als Sportveranstaltungen.
Was Kroatien bis Ende 2026 erwartet
Bis Ende dieses Jahres wird das Land mehrere bedeutende Events ausrichten: die Weltmeisterschaft im Hindernislauf, die Europameisterschaft im Turnen, das Radrennen Cro Race und den Judo Grand Prix Zagreb. Diese Veranstaltungen sollen als eine Art Ouvertüre für ambitioniertere Pläne im Jahr 2027 dienen.
Messbare Ergebnisse gefordert, nicht nur Fotos
Obwohl die Zahlen beeindruckend sind, betont das Ministerium, dass jeder Vertrag klar definierte und messbare Ergebnisse enthalten muss. Dazu gehören die Anzahl ausländischer Teilnehmer und Gäste, die erzielte Medienpräsenz, die Anzahl der Übernachtungen sowie der konkrete Nutzen für lokale Vereine und die Sportinfrastruktur. Der Schwerpunkt liegt auf dem Erbe, das die Veranstaltung hinterlässt, Ausrüstung, Wissen, sanierte Anlagen und neues Publikum.
Die Art und Weise, wie die 11 Millionen Euro verteilt werden, wird zeigen, ob Kroatien ernsthaften Sporttourismus aufbaut oder nur eine Reihe teurer Events ohne nachhaltige Wirkung finanziert.