Loris Peršurić, der Vorsitzende der IDS, erklärte, dass seine Partei den Vorschlag der Most zur Misstrauensabstimmung gegen Premierminister Andrej Plenković nicht unterstützen werde. Diese Entscheidung folgte, nachdem der SDP-Vorsitzende Siniša Hajdaš Dončić die IDS öffentlich kritisiert hatte, weil sie nicht an der gemeinsamen Oppositionskonferenz in Gospić teilgenommen hatten.
Peršurić behauptet, dass die IDS nicht Teil von Aktionen sein möchte, die seiner Meinung nach in erster Linie auf politische Profilierung und das Sammeln von Punkten in der politischen Arena abzielen. Er betont, dass die Prioritäten der Partei die Sicherheit und Gesundheit der Bürger, die dringende Lösung des Problems der illegalen Deponie und die Ermittlung der Verantwortlichen sein sollten.
Konflikt mit Hajdaš Dončić
Zum Konflikt kam es, nachdem Hajdaš Dončić, kommentierend auf das Fernbleiben der IDS von der Oppositionsinitiative in Gospić, fragte: "Was ist die IDS heute, eine linke zentristische Opposition oder vielleicht paktieren sie mit jemand anderem?"
Aus der IDS erwiderten sie ihm, dass seine Aussage, es sei wichtiger, Plenković zu stürzen als den Umweltschaden zu beheben, inakzeptabel sei, und beschuldigten ihn, sich mehr auf den Sturz der HDZ zu konzentrieren als auf das Wohl der Bürger.
Lokale Zusammenarbeit in Pula bleibt bestehen
Der Konflikt auf nationaler Ebene wird vorerst keine Auswirkungen auf die Zusammenarbeit von SDP und IDS in Pula haben. Peršurić betont, dass über die Zusammenarbeit auf lokaler Ebene der Pulaer Zweig der IDS entscheidet, der die lokalen politischen Gegebenheiten am besten versteht.
Dennoch bleibt die IDS bei ihrer Haltung, dass der Fall Gospić nicht nur auf die strafrechtliche Verantwortung von Einzelpersonen reduziert werden darf. Sie fordern, dass die Verantwortung der zuständigen Institutionen festgestellt wird, ein klarer Sanierungsplan mit Fristen erstellt wird, die Ergebnisse der Analysen von Wasser, Boden und Luft öffentlich gemacht werden und eine Überprüfung des Abfallmanagementsystems durchgeführt wird. Wenn sich zeigt, dass die Verantwortlichen nicht rechtzeitig reagiert haben, sollte laut Peršurić auch die politische Verantwortung in Betracht gezogen werden.
Plenković über sportliche Erfolge
Am selben Tag, dem 19. August 2026, traf sich Premierminister Plenković mit der Führung des Kroatischen Turnverbands anlässlich der Austragung der Europameisterschaften im Kunstturnen der Männer und Frauen in Zagreb. Er veröffentlichte auf X: "Wir sind stolz, dass Kroatien Gastgeber von gleich 4 Europameisterschaften ist, im Senioren- und Juniorenbereich im Kunstturnen der Männer und Frauen."
Plenković betonte, dass kroatische Sportler zwei olympische Silbermedaillen, fünf Weltmeistertitel und zehn Senioren-Europameisterschaftsmedaillen gewonnen haben, und bei Weltcups insgesamt 187 Medaillen. Er gratulierte dem Verband zur Organisation und wünschte den Nationalmannschaftsmitgliedern viel Erfolg.
Er empfing auch die Spitzenleichtathleten Sara Kolak und Marino Bloudek anlässlich des Gewinns der Gold- und Silbermedaille bei den Europäischen Leichtathletik-Meisterschaften in Birmingham 2026. "Leichtathletik ist die Königin der Sportarten, und dieser außergewöhnliche Erfolg ist eine Fortsetzung der großen Tradition der kroatischen Leichtathletik", sagte er.
Sara, zehn Jahre nach ihrem Gold bei den Olympischen Spielen in Rio, wurde Europameisterin im Speerwurf, während Marino mit seiner Silbermedaille über 800 Meter ein Ergebnis erzielte, das in die Geschichte der kroatischen Leichtathletik eingehen wird. Plenković richtete Glückwünsche an Sara, Marino, ihre Trainer und den Kroatischen Leichtathletikverband.
Er betonte auch, dass die Regierung die Investitionen in den Sport versiebenfacht hat, und die Investitionen in die Leichtathletik um 140 Prozent gestiegen sind. In ganz Kroatien wurden mehr als 20 Leichtathletikbahnen renoviert oder neu gebaut, wodurch bessere Bedingungen für die Entwicklung des Sports und neue Generationen von Spitzenleichtathleten geschaffen wurden.