Die Hackergruppe INF-Gruppe, die angeblich aus Serbien operiert, hat am Montag, dem 10. August 2026, auf einem Dark-Web-Forum eine Datenbank mit insgesamt 86.000 natürlichen Personen aus der Republik Kroatien veröffentlicht. Nach ihren Angaben stammen die Daten direkt aus dem kroatischen Justizsystem, und die Veröffentlichung wurde von der Botschaft begleitet: "Hier sind wir, wir sind aktiv und wir holen uns alles, was euch lieb ist. Kroatien wird sich an uns erinnern", die sie ironisch mit "Grüße! <3" abschlossen.
Dieser Vorfall ist eine Fortsetzung einer Reihe von Hackerangriffen auf kroatische Institutionen, für die dieselbe Gruppe die Verantwortung übernommen hat. Mit diesem Schritt bestätigten die Hacker, dass sie weiterhin operativ tätig sind, trotz jüngster Festnahmen und Medienberichten über die Vereitelung ihrer Aktivitäten. Reaktionen oder Stellungnahmen der kroatischen Behörden gibt es, wie in den meisten früheren Fällen, noch immer nicht.
Datenbank enthält OIB, JMBG und Geburtsdaten
Die veröffentlichte Datenbank enthält Vor- und Nachnamen, persönliche Identifikationsnummern (OIB), Geburtsdaten sowie eindeutige Bürgeridentifikationsnummern (JMBG). Die INF-Gruppe gibt dabei an, dass der JMBG weiterhin intern in den Systemen der kroatischen Justiz verwendet wird. Die Gruppe entschied sich, die Daten völlig kostenlos zu teilen, anstatt sie zu verkaufen.
Die Hacker erklärten, dass sie den bereits vorhandenen Daten, über die sie bereits in einem Umfang von etwa 60.000 Datensätzen verfügten, nun 26.000 neue Datensätze hinzugefügt haben. Diese Tat beschreiben sie als Rache für die durchgeführten Festnahmen, von denen sie behaupten, dass sie unschuldige Personen betroffen haben, die nichts mit ihren Aktivitäten zu tun haben. "Festgenommene unschuldige Person", so die Botschaft der INF-Gruppe, in Bezug auf einen serbischen Staatsbürger, der vor einigen Tagen festgenommen wurde.
Fortsetzung von Cyber-Bedrohungen ohne Antwort der Institutionen
Dieses Ereignis zeigt die anhaltende Verwundbarkeit der kroatischen staatlichen Systeme und die Eskalation von Cyber-Bedrohungen aus der Region. Die Tatsache, dass sensible persönliche Daten von Bürgern erneut im Dark Web verfügbar sind, ohne offizielle Bestätigung oder Dementi der zuständigen Behörden, lässt Raum für Besorgnis unter den Bürgern, deren Daten möglicherweise kompromittiert wurden.
Details darüber, wie die Daten aus dem Justizsystem durchgesickert sind, sowie eine Bestätigung der Authentizität der gesamten Datenbank sind nicht bekannt. Die INF-Gruppe hat mit ihrer Botschaft deutlich gemacht, dass sie nicht beabsichtigt aufzuhören, was die Frage nach der Bereitschaft der kroatischen Institutionen aufwirft, sich solchen Angriffen zu stellen.