FIFA-Chef Gianni Infantino hat auf seinem Instagram-Profil einen Beitrag der Nationalmannschaft von Bosnien und Herzegowina gewidmet und deren historischen Auftritt bei der jüngsten Weltmeisterschaft gelobt. Er veröffentlichte Fotos von Edin Džeko und seinen Teamkollegen. Die Botschaft kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Infantino mit immer lauteren Rücktrittsforderungen konfrontiert ist, wegen Plänen, FIFA-Wettbewerbe an private Investoren zu verkaufen.
Historischer Einzug in die K.o.-Runde
Die Nationalmannschaft von Bosnien und Herzegowina hat bei dieser Weltmeisterschaft zum ersten Mal in ihrer Geschichte die Gruppenphase überstanden. Sie spielte in einer Gruppe mit der Schweiz, Kanada und Katar; das Turnier endete für sie im Achtelfinale mit einer 0:2-Niederlage gegen die Vereinigten Staaten in San Francisco.
Infantinos Unterstützungsbotschaft
"Die Nationalmannschaft von Bosnien und Herzegowina hat ihre Rückkehr zur Weltmeisterschaft mit Stil gefeiert und sich zum ersten Mal in ihrer Geschichte für die K.o.-Runde qualifiziert. Die Spieler haben auf dem Platz alles gegeben, bleibende Erinnerungen für ihre Nation geschaffen und während des gesamten Turniers einen echten Wettbewerbsgeist gezeigt. Wir gratulieren auch dem Fußballverband von Bosnien und Herzegowina zu seinem hervorragenden Auftritt bei der Weltmeisterschaft", schrieb Infantino in seinem Instagram-Beitrag.
Druck auf den FIFA-Chef
Der Beitrag kommt zu einem heiklen Zeitpunkt für Infantino. Index.hr berichtete, dass er mit einem Rückgang der Unterstützung vieler Fußballverbände konfrontiert ist, nachdem bekannt wurde, dass er beabsichtigt, alle FIFA-Wettbewerbe an private Investoren zu verkaufen. Wegen dieser Pläne fordern nun viele seinen Rücktritt, und die verstärkte Aktivität in den sozialen Medien wird als Versuch gedeutet, das Vertrauen zurückzugewinnen.
Zusätzliche Quellen bestätigen, dass Infantino die Unterstützung einer Reihe von Verbänden verloren hat, deren Vorsitzende seinen Abgang fordern, nachdem Informationen über den Plan, alle Wettbewerbe unter der Schirmherrschaft der FIFA an private Investoren zu verkaufen, durchgesickert sind. Um das beschädigte Vertrauen wiederherzustellen, hat er seine Aktivitäten in den sozialen Medien verstärkt; unter den letzten Beiträgen befand sich auch der den Drachen gewidmete. Neben den Glückwünschen an die Nationalmannschaft hob er besonders den Fußballverband von Bosnien und Herzegowina hervor und lobte deren hervorragenden Auftritt beim Turnier.