Der Iran hat heute Morgen eine ernsthafte Eskalation des Konflikts mit den USA eingeleitet. Die Luftstreitkräfte der IRGC feuerten mehrere ballistische Raketen auf den US-Stützpunkt Al Azraq (auch bekannt als Muwaffaq Salti) in Ostjordanien und auf den Stützpunkt Ali Al Salem in Kuwait ab, berichteten B92 und Azernews. Teheran zufolge wurden bei dem Angriff drei F-35-Kampfflugzeuge zerstört und drei weitere beschädigt. Die IRGC gibt zudem an, dass mehrere US-Soldaten getötet wurden.
In einer Erklärung, die das offizielle Medium Sepah News veröffentlichte, bestätigte die IRGC, dass "mehrere US-Angehörige bei dem Raketenangriff auf den Stützpunkt Al Azraq in Ostjordanien getötet und drei F-35 zerstört wurden".
Vergeltung für den Tod von Zivilisten auf Qeschm
Der Angriff erfolgte als direkte Reaktion auf die jüngsten US-Luftangriffe auf die iranische Insel Qeschm in der Straße von Hormus. Bei diesen Angriffen kamen unschuldige Zivilisten ums Leben: Drei Mitglieder einer Familie, darunter ein Kind, wurden getötet, und zwei Kinder wurden verletzt. Die IRGC betonte, dass genau dieser Angriff den Auslöser für ihre Aktion darstellte.
Das der IRGC nahestehende Kommando Anbiya veröffentlichte über die iranische Nachrichtenagentur IRNA eine unheilvolle Botschaft: "Särge sind jetzt Teil der US-Ausrüstung in der Region".
Angriff auf Bahrain, unbestätigte Information
Während die meisten Medien nur über die Angriffe auf Jordanien und Kuwait berichten, veröffentlichte der russische Telegram-Kanal RVvoenkor, dass der Luftwaffenstützpunkt Sheikh Isa (engl. Sheikh Isa) in Bahrain ebenfalls Ziel iranischer Arash-Drohnen gewesen sei. Diese Information wurde von anderen Quellen wie B92 und ABC News bisher nicht bestätigt, sodass die Frage offen bleibt, ob der Angriff gleichzeitig stattfand oder es sich um ein separates Ereignis handelt.
Kosten des Konflikts: Milliarden Dollar pro Monat
Der Krieg mit dem Iran wird für den US-Haushalt immer teurer. Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte, dass die bisherigen Kosten 37,5 Milliarden Dollar erreicht hätten, während das Center for Strategic and International Studies (CSIS) schätzt, dass das Pentagon bis Ende Juni 40 Milliarden Dollar ausgegeben hat. In den ersten sechs Tagen des Konflikts wurden sogar 11,3 Milliarden Dollar verbraucht.
Allein auf Munition entfielen rund 26 Milliarden Dollar. In den ersten fünf Monaten wurden mehr als 100 SM-3-Abwehrraketen (Stückpreis 28 Millionen Dollar) sowie fast 1000 Tomahawk- und JASSM-Marschflugkörper abgefeuert, deren Einheitspreis zwischen 1,5 und 3,6 Millionen Dollar liegt. Gleichzeitig schließt das US-Militär Rekordverträge ab: 58,6 Milliarden Dollar mit dem Unternehmen Lockheed Martin für Patriot-Raketen und 35 Milliarden Dollar für die Vervierfachung der Produktion von THAAD-Raketen.
Nate Swanson, Direktor des Iran Strategy Project beim Atlantic Council und ehemaliger Beamter des US-Außenministeriums, warnte gegenüber ABC News: "Diese Zahl umfasst tatsächlich nur die verbrauchte Munition, nicht die Schäden an US-Einrichtungen." Das CSIS betont zudem, dass "die verringerten Vorräte die USA und ihre Verbündeten dazu zwingen könnten, höhere Risiken bei Abfangmanövern einzugehen".
Auf der anderen Seite setzt der Iran bei seinen Angriffen wesentlich günstigere Systeme ein: Eine Shahed-Drohne kostet zwischen 20.000 und 50.000 Dollar, die Kurzstreckenrakete Fateh-110 mehrere hunderttausend Dollar und die Shahab-3 zwischen 1 und 3 Millionen Dollar.
Gefahr für die Ölindustrie und Fortsetzung des Konflikts
Die Eskalation hatte bereits Kollateralfolgen auch außerhalb der Kampfzonen. Im Emirat Fudschaira beschädigten Trümmer einer abgefangenen iranischen Drohne die Ölinfrastruktur, berichtet ABC News.
Zur Erinnerung: Ende Juni 2026 vereinbarten die USA und der Iran eine 60-tägige Waffenruhe, doch bereits Anfang Juli wurden die schweren Bombardierungen fortgesetzt, und der Konflikt zeigt keine Anzeichen einer Beruhigung. Im April hatten US-Beamte bei einer Anhörung im Senat erstmals offengelegt, dass die Kriegskosten zu diesem Zeitpunkt bereits 25 Milliarden Dollar erreicht hatten, ein Wert, der inzwischen weit übertroffen wurde.