Wurde Istrien ein klarer Elfmeter verweigert?
Ein spannendes 2:2 auf Poljud wurde von einer umstrittenen Szene in der 90. Minute überschattet, nach der die Pulaer in der fünften Minute der Nachspielzeit ausglichen.
Ein spannendes 2:2 auf Poljud wurde von einer umstrittenen Szene in der 90. Minute überschattet, nach der die Pulaer in der fünften Minute der Nachspielzeit ausglichen.
Hajduk und Istra 1961 spielten auf Poljud ein dramatisches 2:2 in der 2. Runde der SuperSport HNL. Das Hauptthema nach dem Spiel war jedoch nicht das Endergebnis, sondern die Schiedsrichterentscheidung von Mateo Erceg in der 90. Minute, die heftige Reaktionen auf dem Platz und in den sozialen Medien auslöste.
Beim Stand von 2:1 für die Heimmannschaft forderte Istra in der Schlussphase einen Strafstoß. Nach einer Flanke in den Strafraum kollidierten Hajduks Innenverteidiger Van Hoorenbeeck und der Stürmer der Gäste, Jaganjac, im Luftduell. Van Hoorenbeeck traf Jaganjac dabei mit dem Ellbogen am Kopf, doch Schiedsrichter Erceg sah keine Gründe für die härteste Strafe und ließ weiterspielen. Auch der VAR griff nicht ein.
Die Reaktion von Istras Trainer Javier Cabello war heftig. Der spanische Coach protestierte lautstark beim vierten Offiziellen und erhielt dafür von Erceg die Gelbe Karte. Sein Zorn legte sich auch nach dem Spiel nicht, obwohl er sich in der Pressekonferenz zurückhaltender zeigte und den Charakter seiner Mannschaft in den Vordergrund stellte.
Was die Situation besonders interessant macht, ist die Reaktion der Fans des Splitter Klubs. Auf der offiziellen Facebook-Seite von Hajduk waren die meisten Kommentare auf der Seite der Gäste, und die Fans gaben offen zu, dass Istra benachteiligt wurde. Der Kommentar mit den meisten Likes war: "Zahlen wir Erceg eine Übernachtung und ein Lamm... 12. Spieler. Traurig, aber wahr..."
Die Ironie ist umso größer, als Istra in der fünften Minute der Nachspielzeit doch noch das Tor zum 2:2 erzielte und so ein größeres Unrecht vermieden wurde, aber die Diskussionen über die Schiedsrichterleistung reißen nicht ab.
Hajduks Trainer Gonzalo Garcia war sichtlich unzufrieden mit der Art und Weise, wie seine Mannschaft den Sieg aus der Hand gegeben hatte, und wiederholte damit das Muster aus der ersten Runde. "Ja, wir haben wieder in den letzten Minuten Gegentore kassiert. Dumme Tore... Das ist Teil unseres Problems. Wir haben das zweite Tor geschossen, plötzlich haben wir aufgehört zu pressen, wir haben sie leicht an unseren Sechzehner kommen lassen und dann gerieten wir in Schwierigkeiten. Das müssen wir ändern. Wenn wir 2:1 führen, will ich 3:1 gewinnen, ich will nicht, dass wir uns zurückziehen", sagte der argentinische Coach.
Cabello hingegen war stolz auf das Comeback seiner Mannschaft. "Ein aufregendes Spiel. Wir sind sehr zufrieden mit dem letzten Teil des Spiels, weil wir aus einer schwierigen Situation zurückgekommen sind", erklärte er. Auf die Frage, ob Hajduk mit seiner Aufstellung vorhersehbar gewesen sei, antwortete er: "Ich würde nicht sagen, dass sie vorhersehbar waren, aber wir hatten während der Vorbereitung einige Spiele gegen Gegner, die so gespielt haben. Ich denke, wir haben einen sehr guten Job gemacht, denn Hajduk ist sehr qualitativ und beweglich, und das ist uns gelungen."
Hajduk ging durch Tore von Rokas Pukštas und Marko Livaja in Führung, während die Torschützen für die Gäste Emil Frederiksen und Dukan Ahmeti waren, dessen Treffer in der 95. Minute den Pulaern einen wertvollen Punkt im Auswärtsspiel einbrachte.