Während Kroatien mit einer weiteren Hitzewelle und anhaltender Dürre kämpft, gibt es derzeit keine Anzeichen dafür, dass der Sommer bald nachlässt. Die neueste saisonale Berechnung des Prognosemodells des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage (EZMW), die auf 51 Simulationen basiert, deutet darauf hin, dass der Rest des Sommers und ein erheblicher Teil des Herbstes überdurchschnittliche Temperaturen aufweisen könnten.
Auch der September bringt keine echte Abkühlung
Wenn Sie gehofft haben, dass mit dem September auch eine deutliche Abkühlung eintritt, geben die saisonalen Modelle derzeit wenig Anlass zu Optimismus. Das EZMW erwartet ebenfalls, dass der September wärmer als der Durchschnitt sein könnte. Dies impliziert, dass sich die Sommerhitze länger als üblich halten könnte, insbesondere entlang der Adriaküste, und das Meer könnte wärmer als normal sein.
Was die Niederschläge betrifft, ist die Zuverlässigkeit der Prognose deutlich geringer. Die Modelle zeigen ein breites Spektrum möglicher Ergebnisse, was die Möglichkeit von feuchten Luftmassen aus dem Atlantik und der Bildung stärkerer Zyklonen eröffnet. Daher kann der September, obwohl wärmer, auch die ersten ernsteren Stürme nach langen Trockenperioden bringen. Die Temperaturen sollten langsam sinken, aber weiterhin über den üblichen Werten bleiben.
Wärmerer Herbst und Gefahr extremer Schauer
Das wärmere Signal verschwindet laut Prognose auch nach September nicht. Laut EZMW könnten auch Oktober und November wärmer als der Durchschnitt sein. Dies bedeutet jedoch nicht, dass der gesamte Herbst stabil und sonnig sein wird. Im Gegenteil, während des Herbstes sind immer häufigere Kaltlufteinbrüche aus Nordeuropa möglich.
Ein mögliches Szenario ist der schnelle Wechsel zwischen langen Trockenperioden und kurzen, aber sehr starken Regenfällen. Dieses Muster ist in den letzten Jahren im Mittelmeerraum, an der kroatischen Adriaküste und im Landesinneren des Balkans immer häufiger geworden. Besonders besorgniserregend ist die Möglichkeit starker Schauer nach langer Dürre, was das Risiko von Sturzfluten und anderen Folgen extremer Wetterereignisse erhöhen kann.
Das saisonale Modell des EZMW sagt voraus, dass ein großer Teil Mittel- und Südosteuropas während Sommer und Herbst überdurchschnittliche Temperaturen haben könnte, was Kroatien genau in das Zentrum der von diesem lang anhaltenden Wärmetrend betroffenen Zone stellt.